Als 18. gestartet! Schwede Samuelsson feierte in Finnland ersten Weltcupsieg

Als einziger fehlerloser Schütze beeindruckte der Salzburger Simon Eder. Der 37-Jährige verbesserte sich vom 41. auf den 13. Platz. Die ÖSV-Damen-Staffel lief zu Platz sieben.

Sebastian Samuelsson überraschte in der Verfolgung.
© ANTTI AIMO-KOIVISTO

Kontiolahti - Der Olympia-Zweite Sebastian Samuelsson hat am Samstag in der 12,5-km-Verfolgung in Kontiolahti seinen Premierensieg im Biathlon-Weltcup gefeiert. Beim ersten schwedischen Erfolg seit sieben Jahren hatte der 23-Jährige mit nur einem Fehlschuss 15,8 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Fabien Claude. Als einziger fehlerloser Schütze beeindruckte der Salzburger Simon Eder. Der 37-Jährige verbesserte sich vom 41. auf den 13. Platz (+1:05,0 Min.).

Eder sorgte im vierten Rennen für das bisher beste Saisonresultat der ÖSV-Männer. Er blieb nur 3,6 Sekunden hinter dem 1:48 Minuten vor ihm gestarteten Sprint-Gewinner Tarjei Bö (NOR/5 Strafrunden). "Wieder einmal mittendrin statt nur dabei zu sein, ist einfach ein super Gefühl. Es waren bisher drei richtig schwere Rennen für uns alle, aber heute hat das Setup super gepasst. Beim letzten Stehendschießen hatte ich das Glück auf meiner Seite, denn es war windig und richtig schwer", erklärte der Pinzgauer. "Die Schlussrunde war mehr ein Überlebenskampf, aber vielleicht kann ich mich bis zu den Rennen in Hochfilzen noch etwas steigern, dann sieht es schon sehr gut aus."

Auch Julian Eberhard (2 Fehlschüsse) verbesserte sich deutlich, nach Sprint-Rang 37 skatete der Saalfeldener als 17. (+1:12,1) ins Ziel. Felix Leitner musste nach vier Strafrunden hingegen einen Rückfall vom 17. auf den 35. Platz (+2:40,3) hinnehmen. David Komatz verpasste als 42. (3 Fehler/+3:16,5) die Punkteränge.

Der nur als 18. mit 70 Sekunden Rückstand gestartete Samuelsson verzeichnete seinen einzigen Fehler im letzten Stehend-Anschlag. Weil die Konkurrenten patzten, lief er danach solo zum Sieg. Claude musste ebenso wie der drittplatzierte Norweger Johannes Thingnes Bö (+19,5 ) drei Strafrunden drehen, schaffte aber sein bisher bestes Resultat. In der Gesamtwertung schob sich Samuelsson als neuer Zweiter bis auf 35 Punkte an Bö heran.

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ÖSV-Damen-Staffel auf Platz sieben

Das schwedische Frauen-Quartett gewann erstmals seit fast zehn Jahren einen Staffelbewerb. Angeführt von der zweifachen Saisonsiegerin Hanna Öberg setzte sich das Dreikronen-Team 9,6 Sekunden vor Frankreich durch. Die ÖSV-Frauen landeten an der siebenten Stelle. Für die Österreicherinnen begann das Rennen wegen eines Sturzes von Dunja Zdouc, die aber dennoch als Zehnte (3 Nachlader) übergab, ungünstig. Nach der starken Vorstellung von Julia Schwaiger (2 Nachlader), die dank fehlerlosem Stehend-Schießen auf den sechsten Rang vorpreschte, schien sogar der fünfte Rang, das bisher beste ÖSV-Resultat, möglich. Doch wegen Strafrunden von Katharina Innerhofer (1+5 Nachlader) und Lisa Hauser (1+4) bei starkem Wind blieb am Ende nur der siebente Rang.

"Es wäre heute noch viel möglich gewesen, sogar der vierte Rang war noch drinnen", meinte Hauser. "Ich hätte dafür beim letzten Schießen ohne Strafrunde bleiben müssen, es hat leider nicht sein sollen. Es ist schade für das Team, aber wir werden weiter dranbleiben und Gas geben." (APA)

Weltcup-Ergebnisse Kontiolahti

Männer - 12,5 km Verfolgung: 1. Sebastian Samuelsson (SWE) 32:26,7 Min. (1 Strafrunde=Fehlschuss) - 2. Fabien Claude (FRA) +15,8 Sek. (3) - 3. Johannes Thingnes Bö (NOR) +19,5 (3). Weiter: 13. Simon Eder +1:05,0 Min. (0) - 17. Julian Eberhard 1:12,1 Min. (2) - 35. Felix Leitner +2:40,3 (4) - 42. David Komatz (alle AUT) 3:16,5 (3)

Weltcupstand nach 4 Rennen: 1. J. Thingnes Bö 210 Punkte - 2. Samuelsson 175 - 3. Jakov Fak (SLO) 152. Weiter: 25. Eberhard 54 - 27. Eder 50 - 37. Leitner 30

Frauen - 4x6-km-Staffel: 1. Schweden (Johanna Skottheim, Mona Brorsson, Elvira Öberg, Hanna Öberg) 1:12:44,5 Std. (0 Strafrunden+8 Nachlader) - 2. Frankreich (Anais Bescond, Anais Chevalier-Bouchet, Chloe Chevalier, Justine Braisaz-Bouchet) +9,6 Sek. (0+9) - 3. Deutschland (Vanessa Hinz, Franziska Preuß, Maren Hammerschmidt, Denise Herrmann) +43,9 (0+12). Weiter: 7. Österreich (Dunja Zdouc, Julia Schwaiger, Katharina Innerhofer, Lisa Hauser) +2:59,5 Min. (2+14)


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