Schwarzgrüner Dämpfer vor dem nächsten Zweitliga-Schlagerspiel

Wacker-Trainer Daniel Bierofka fehlten beim 0:3 gegen den GAK "die Basics". Die personelle Situation vor dem Top-Duell mit Lafnitz kommenden Freitag entspannt sich.

Rot auf weiß - das schmerzhafte 0:3 der Wacker-Elf beim GAK.
© GEPA pictures/ Simona Donko

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Die Dienstreise nach Graz zu den Rotjacken waren für den FC Wacker knapp 1000 leere Kilometer. Kein Punkt, kein Tor, drei Gegentreffer, Tabellensechster statt Dritter und die Erkenntnis, dass recht viel fehlt, um sich in der zweiten Liga die Aufstiegsvision schon nach dieser Saison zu erfüllen. „Der GAK-Sieg war voll verdient“, waren FCW-Kapitän, Flo Jamnig, Torschütze Martin Harrer und der Grazer Coach Gernot Plassnegger nach dem Schlusspfiff einer Meinung.

Die schwarzgrüne Serie von vier Siegen und einem Remis endete auf dem holprigen Geläuf der Merkur-Arena mit einem schmerzhaften Rückschlag. „Es fehlten die Basics“, analysierte Daniel Bierofka den Auftritt seiner dezimierten Truppe. Damit beschrieb der Wacker-Coach die ebenso mutlose wie ratlose Darbietung in der ersten Halbzeit. Dass mit Lukas Hupfauf, Darijo Gruj­cic und „Sechser“ Karim Conte drei Defensivsäulen fehlten, ließ Bierofka nicht als Erklärung gelten: „Das ist keine Ausrede. Da muss halt dann von anderen mehr kommen.“

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Viel Ballbesitz, aber praktisch nie im gegnerischen Sechzehner und zudem bei den entscheidenden Situationen nicht konsequent verteidigt, zu weit vom Gegner entfernt – das ist eine Mischung, die Aufstiegsambitionen klar widerspricht, und zugleich ein Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten. GAK-Goalie Nicht verlebte wohl einen seiner geruhsamsten Abende, musste nicht einen Ball halten.

🎥 Videobeitrag: Rückschlag für FC Wacker

Sosehr Bierofka an der Seitenlinie versuchte, sein­e Mannschaft zu pushen, so sehr hielt er sich nach dem Schlusspfiff in seiner Kritik zurück. „Erstens bringt das unmittelbar danach nichts, außerdem hat die Mannschaft in den Wochen zuvor sehr viel gut gemacht.“ Das Wochenende gab der Bayer seinen Profis frei. Am Montag folgt die GAK-Analyse und dann folgt die Vorbereitung auf das Herbstfinale mit dem Heimspiel gegen das Überraschungsteam Lafnitz.

Gegen den Tabellenzweiten aus der Steiermark, der heute gegen BW Linz antritt, sind Innenverteidiger Grujic und Abräumer Conte am Freitag wieder mit von der FCW-Partie. Der Einsatz von Hupfauf ist möglich, aber eher unwahrscheinlich.


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