Springt St. Anton für St. Moritz ein? „Wir warten ab, wie die FIS entscheidet"

Durch die St.-Moritz-Absage dürfte Tirol ein weiteres Weltcup-Rennen dazubekommen: In St. Anton am Arlberg sind am 9. und 10. Jänner Super-G und Abfahrt geplant. Ein dritter Bewerb wäre laut OK-Chef kein Problem.

Starker Schneefall verhinderte die beiden Damen-Super-Gs in St. Moritz.
© gepa

Nach dem massiven Neuschnee und der damit verbundenen hohen Lawinengefahr musste gestern Nachmittag das gesamt­e Weltcup-Wochenende der Damen in St. Moritz (SUI) gestrichen werden. Nachdem der erste der beiden Super-G-Bewerbe schon frühmorgens aufgrund des Schnees und des starken Winds abgesagt worden war, kam gegen 17 Uhr der endgültige Entschluss, die Rennen im Engadin zu streichen. Die zuständige­n Lawinendienste hatten davor beschlossen, das gesamte Ski-Areal in St. Moritz zu sperren.

Aufgrund der Gefahren und der fortgeschrittenen Stunde blieben die ÖSV-Damen vor Ort und reisen erst heute bei besserer Sicht aus dem WM-Ort von 2017 ab. Einen möglichen Renn­termin am Montag hatte der FIS-Renndirektor Peter Gerdo­l schon frühzeitig ausgeschlossen. Damit findet der Auftakt der Damen nun zwei Wochen später im französischen Val d’Isère statt, wo kurz vor Weihnachten von 18. bis 20. Dezember zwei Abfahrten und ein Super-G warten.

Dort ist kurz vor den Feiertagen kaum noch Platz für ein viertes, kräfteraubendes Rennen. Damit dürfte Tirol ein weiteres Weltcup-Rennen dazubekommen: In St. Anton am Arlberg sind am 9. und 10. Jänner Super-G und Abfahrt geplant. Dort ist man bereit für mehr. „Wir könnten ein drittes Rennen übernehmen, das ist kein Problem. Aber warten wir ab, wie die FIS entscheidet“, sagte OK-Chef Peter Mall. (rost)


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