WSG Tirol bittet den WAC zum Tanz: Man kennt sich im Tivoli ...

Bei winterlichen Bedingungen empfängt die WSG Tirol heute (14.30 Uhr, live TT.com-Ticker) den WAC. Trainer Silberberger warnt vor allem vor WAC-Regisseur Liendl.

Ex-Wacker-Spieler Matthäus Taferner kehrt mit dem WAC an seine alte Wirkungsstätte zurück.
© PAVEL GOLOVKIN

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck, Wattens – Die Tatsache, dass die WSG Tirol in der Bundesliga noch ungeschlagen gegen den WAC ist, stellt heute (14.30 Uhr, live Sky) bei winterlichen Verhältnissen im Tivoli nicht mehr als eine Randnotiz dar. „Sie haben andere Spieler und wir haben uns auch verändert“, weiß WSG-Trainer Thomas Silberberger.

Und beim WAC dauert es nicht lange, bis man beim Regisseur der Kärntner angekommen ist: Seit seinem Wechsel nach Kärnten 2018 drückt Michael Liendl dem Spiel der „Wölfe“ seinen Stempel auf: „Bei 17 der letzten 21 WAC-Tore hatte er seine Füße im Spiel“, rechnet Silberberger vor. In Zahlen gegossen sind es acht Tore und sieben Asissts in 14 Pflichtpielen für den ehemaligen 1860-München- und Twente-Enschede-Regisseur.

Viel Arbeit für die Doppel-Sechs der WSG

Vielleicht wird Liendl heute ja mit Hinblick auf das Europa-League-Finale am Donnerstag gegen Feyenoord geschont. „Das glaube ich nicht“, verweist Silberberger auf die letzten Wochen, wo der 35-Jährige nach den Europacup-Spielen jeweils in der Startelf stand.

⚽ tipico Bundesliga, 10. Spieltag

Samstag:

  • Austria Wien - SK Sturm Graz 0:4 (0:1)
  • SCR Altach - SKN St. Pölten 0:4 (0:1)
  • FC Admira - Red Bull Salzburg 1:0 (0:0)

Sonntag:

  • TSV Hartberg - Rapid Wien 14.30 Uhr
  • WSG Tirol - WAC 14.30 Uhr
  • LASK Linz - SV Ried 17.00 Uhr

So oder so könnte heute auf die Wattener Doppel-Sechs mit Thanos Petsos und Nemanja Celic viel Arbeit zukommen. Schon in den letzten Wochen hatte sich besonders der Ex-Linzer Celic formstark präsentiert. Gut getan hat ihm offensichtlich auch das Debüt im U21-Nationalteam.

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Ein Vorteil für die Tiroler könnte freilich der Reisestress bei den Kärntnern sein, die bekanntlich wegen des Föhns nicht in Innsbruck landen konnten und einen Umweg über München in Kauf nehmen mussten. „Das hab’ ich mit einem Anruf beim Flughafen bestellt“, meinte Silberberger. „Aber Spaß beiseite: Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass du die Müdigkeit nur spürst, wenn du dem Ball hinterherrennst.“ Deshalb will die WSG heute auch viel Wert darauf legen, das Leder in den eigenen Reihen zu halten, um so den Frustfaktor bei den Lavantalern zu erhöhen. Und das tut die WSG mit voller Kapelle: „Mein größtes Kopfweh ist, dass ich sechs Spieler streichen muss.“ Sicher dabei sein wird David Gugganig, der einzige Kärntner im WSG-Kader, von einem besonderen Spiel will er aber nichts wissen: „Ich bin eineinhalb Stunden entfernt aufgewachsen.“

Tirol-Bezug gibt’s dagegen beim WAC einigen: Trainer Ferdl Feldhofer, Matthäus Taferner, Christopher Wernitznig, Dominik Baumgartner und auch der fehlende Cheikhou Dieng kickten ebenso beim FC Wacker wie die Wattener Flo Rieder, Zlako Dedic, Fabian Koch, Raffael Behounek, Benni Pranter und Flo Buch­acher. Es hat heute auch ein bisschen etwas von einem Klassentreffen ...


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