WSG Tirol triumphierte zuhause gegen Europacupstarter WAC mit 4:1

Die WSG Tirol muss heuer brav gewesen sein: Der Nikolaus hatte am Sonntag für die Silberberger-Elf einen deutlichen Heimerfolg gegen Tabellennachbar WAC im Gepäck.

Kelvin Yeboah (l.) und David Gugganig trugen sich für die WSG in die Schützenliste ein.
© EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Innsbruck – Die WSG Tirol feierte am Sonntag den zweiten Heimsieg in Serie. Am Nikolaus-Tag setzte sich die Elf von Trainer Thomas Silberberger gegen den WAC mit 4:1 durch.

David Gugganig (26.) und Kelvin Yeboah (30.) sorgten mit ihrem Doppelschlag für eine komfortable Führung der Gastgeber zur Halbzeit. Nach der Pause verkürzte der Kärntner Europacup-Starter nach einem Freistoß-Trick durch Dejan Joveljic (66.). In eine WAC-Drangperiode hinein sorgte der 3:1-Treffer von Joker Tobias Anselm zwei Minuten nach seiner Einwechslung (77.) für Entlastung. Spätestens nach der Roten Karte gegen WAC-Verteidiger Luka Lochoshvili (81.) nach einer Notbremse gegen Yeboah war die Partie entschieden. Renny Smith setzte in der Nachspielzeit den 4:1-Schlusspunkt.

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Zum Spielverlauf: Der WAC, der aufgrund der Windverhältnisse mit dem Charterflug nicht in Innsbruck landen konnte und schließlich via München per Bus anreiste, fand nach Anpfiff nicht ins Spiel. So musste Goalie Alexander Kofler erstmals in der 16. Minute gegen Zlatko Dedic parieren, kurz darauf klopfte Yeboah am Außennetz an (17.). Der WAC, im Vergleich zum 1:0 bei ZSKA Moskau an sechs Positionen verändert, machte sich in der Offensive kaum bemerkbar, die Führung der Hausherren war fast logisch.

Nach einem Freistoß von der Seite stieg Gugganig höher als Dominik Baumgartner und köpfelte ein. Und es kam nur wenige Minuten später noch schlimmer für die Kärntner, die sich weiter unachtsam präsentierten: Nach einer Hereingabe von Dedic klärte Michael Novak schlecht, Yeboah köpfelte aus wenigen Metern zum 2:0 ein. Von einem echten Weckruf konnte aber keine Rede sein, der WAC machte zwar mehr Druck, brachte aber kaum gelungene Aktionen zuwege. Vier völlig missglückte Torschüsse waren das einzig Zählbare vor der Pause.

⚽ tipico Bundesliga - 10. Spieltag

Sonntag:

TSV Hartberg - Rapid Wien 1:3 (0:2)

  • Tore: 0:1 (2.) Arase, 0:2 (35.) Kara, 1:2 (66.) Rotter, 1:3 (76.) Arase
  • Gelb-Rot: Nimaga (44./Foul, TSV)

WSG Tirol - WAC 4:1 (2:0)

  • Tore: 1:0 (26.) Gugganig, 2:0 (30.) Yeboah, 2:1 (66.) Joveljic, 3:1 (77.) Anselm, 4:1 (94.) Smith
  • Rot: Lochoshvili (81./Notbremse, WAC)

LASK Linz - SV Ried 3:0 (2:0)

  • Tore: 1:0 (22.) Goiginger, 2:0 (45.) Eggestein, 3:0 (86.) Reiter

Samstag:

  • Austria Wien - SK Sturm Graz 0:4 (0:1)
  • SCR Altach - SKN St. Pölten 0:4 (0:1)
  • FC Admira - Red Bull Salzburg 1:0 (0:0)

WAC-Coach Ferdinand Feldhofer reagierte in der Halbzeit mit vier Wechseln, u.a. musste Regisseur Michael Liendl vom Platz. Die Gäste bestimmten in der Folge das Geschehen, taten sich beim Herausspielen von Chancen aber weiter schwer. Ein ungefährlicher Novak-Köpfler (63.) leitete dann jedoch eine Drangphase der Gäste ein, kurz danach fand Joveljic die Riesenchance am Fünfer vor, Tormann Ferdinand Oswald war aber mit einer "Handball-Parade" zur Stelle.

Wenig später war der Serbe dann doch erfolgreich, sein Schuss aufs lange Eck ging via Innenstange zum Anschlusstreffer ins Tor. Der WAC hielt den Druck aufrecht, nur die Stange rettete die Tiroler bei einem Kopfball von Luka Lochoshvili vor dem Ausgleich (72.). Die Tiroler suchten den Ausgang aus ihrer Passivität und legten etwas zu. Erst verfehlte Dedic bei einer scharfen Hereingabe aus Kurzdistanz das Tor nur knapp (75.), dann aber schlug Anselms Stunde: Der "Joker" drückte den Ball nach einem Eckball vor Nemanja Rnic im Fünfer über die Linie.

Ich freue mich mehr über die drei Punkte als über mein Tor. In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut, in der zweiten Halbzeit waren wir in den ersten 20-25 Minuten zu passiv. Ich bin froh, dass wir das drübergebracht haben.
David Gugganig, WSG-Torschütze

Im Finish wurde der neuerliche Anschlusstreffer von Dario Vizinger wegen Abseits aberkannt, Lochoshvili sah nach einer Notbremse gegen Yeboah sogar noch Rot (81.). Smith durfte schließlich so wie Gugganig zuvor über sein erstes Bundesligator jubeln.

In der Tabelle liegt die WSG weiter auf Platz sechs, konnte die siebtplatzierten Wolfsberger aber nun um vier Zähler distanzieren. Kommende Woche (13.12., 14.30 Uhr) steht das Auswärtsspiel beim Tabellendritten Rapid auf dem Programm. Die Wiener gewannen am Sonntag in Hartberg souverän 3:1. (TT.com, APA)

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