Maduro gewann Kontrolle über Parlament in Venezuela zurück

Das Parteienbündnis von Staatschef Nicolas Maduro holte sich bei der Parlamentswahl die Mehrheit der Sitze im Abgeordnetenhaus zurück. 68 Prozent der Stimmen entfielen demnach auf die Unterstützer Maduros.

Warten auf Wähler in einem Wahllokal in Caracas.
© CRISTIAN HERNANDEZ

Caracas – Staatschef Nicolas Maduro hat in Venezuela die Kontrolle über das Parlament zurückgewonnen. Nach Angaben der Wahlbehörde kam das Parteienbündnis Maduros bei der Wahl am Sonntag auf knapp 68 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 31 Prozent, nachdem Oppositionsführer Juan Guaido zum Boykott der Abstimmung aufgerufen hatte.

Die Nationalversammlung war die letzte noch nicht von Maduro beherrschte Institution des südamerikanischen Landes. Die Opposition, die trotz Guaidos Boykottaufruf in Teilen bei der Wahl antrat, bekam 18 Prozent der Stimmen. Rund 14.000 Kandidaten von mehr als hundert Parteien bewarben sich um die 227 Sitze in der Nationalversammlung. Guaido ist seit Anfang 2019 in einen erbitterten Machtkampf mit Maduro verstrickt. Der Parlamentsvorsitzende Guaido hatte sich damals selbst zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt. Er wird von rund 60 Staaten offiziell anerkannt, darunter auch Österreich. (APA, AFP)

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