ÖSV-Adler traten nach Corona-Infektion in Russland den Heimflug an

Für den Rückflug der infizierten ÖSV-Springer hatte sich die Verbands-Führung um Präsident Peter Schröcksnadel eingesetzt. Sportdirektor Mario Stecher geht unterdessen davon aus, dass für die Skiflug-WM in Planica am Wochenende ein schlagkräftiges Team aufgestellt werden kann.

Innsbruck – Die vier österreichischen Skispringer, die vor dem sonntägigen Weltcup-Bewerb in Nischnij Tagil (Russland) positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, befinden sich auf dem Heimflug. Die Ankunft von Daniel Huber, Jan Hörl, Manuel Fettner und Thomas Lackner mit einer Sondermaschine sollte noch am Montagabend erfolgen, teilte der ÖSV mit. Mario Stecher zeigte sich zuversichtlich, dass die in der Heimat inzwischen gesundeten Springer an der Skiflug-WM teilnehmen können.

Der Sportliche Leiter Stecher erklärte am Montag, dass Coronatests bei Gregor Schlierenzauer, Philipp Aschenwald und Cheftrainer Andreas Widhölzl negative Ergebnisse gebracht hätten. Ebenfalls negativ seien die Tests bei möglichen Ersatzleuten für die Skiflug-WM in Planica, etwa bei Clemens Aigner und Clemens Leitner, ausgefallen. Weltrekordhalter Stefan Kraft und Michael Hayböck, die wie Schlierenzauer, Aschenwald und der Coach nach den Bewerben in Wisla positiv getestet worden waren, absolvieren ihre Tests laut ÖSV erst am Dienstag oder Mittwoch.

Stecher meinte, er sei nun für Planica guter Dinge. "Ich denke schon, dass wir gut aufgestellt sein werden", sagte der Steirer. Das endgültige Aufgebot werde freilich erst am Mittwoch feststehen. Da sollen die Kandidaten auch schon Trainings auf den heimischen Normalschanzen in Seefeld und Ramsau absolviert haben. Die lange Trainingspause vor dem ersten Saisonhöhepunkt wertete Stecher nicht als Problem. Auf dem Riesenbakken in Planica sind am Donnerstag Training und Qualifikation angesetzt.

Huber muss in Hochform in Quarantäne

Für den Rückflug der mit dem Coronavirus infizierten Springer aus Russland hatte sich die ÖSV-Führung mit Präsident Peter Schröcksnadel an der Spitze eingesetzt. Man habe den Flug dank der guten Zusammenarbeit mit den Behörden beider Länder organisiert, hieß es vonseiten des Verbandes.

Mit an Bord war neben dem Teamarzt Lukas Pichler auch der ebenfalls positiv getestete FIS-Renndirektor Sandro Pertile. Die negativ getesteten Markus Schiffner und Maximilian Steiner waren mit einem normalen Flug zurückgekehrt. Alle müssen sich in der Heimat in Quarantäne begeben. Nach positivem Test ist damit auch der in Hochform springende Huber, der Zweite des Samstag-Bewerbs in Russland, für die WM kein Thema. (APA)


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