„Rassismuskultur" bei H&M: Vorwürfe gegen Modekonzern werden geprüft

Mehrere Kunden seien wegen ihres ethnischen Ursprungs schlechter behandelt worden als andere. Eine Angestellte in Schweden sprach von „Rassismuskultur" im Geschäft.

(Symbolbild)
© Bernd von Jutrczenka

Stockholm – Der schwedische Diskriminierungsbeauftragte Lars Arrhenius hat eine Prüfung von Vorwürfen gegen den Modekonzern H&M eingeleitet. Hintergrund sind Medienberichte, wonach das Unternehmen in Schweden Kunden anderer ethnischer Zugehörigkeit anders behandle und sie benachteilige, indem von ihnen beim Umtausch von Waren die Rechnung eingefordert werde, teilte Arrhenius am Mittwoch mit. Man wolle unter anderem die Sicht des Unternehmens auf die Berichte erhalten.

Zweck der umfassenden und unabhängigen Untersuchung sei es, auszumachen, ob H&M gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen habe.

Die schwedische Zeitung Aftonbladet hatte Mitte November berichtet, dass mehrere Kunden wegen ihres ethnischen Ursprungs schlechter behandelt worden seien als andere. Ihren Bericht stützte die Zeitung unter anderem auf Angaben langjähriger H&M-Angestellter und auf Aufnahmen einer versteckten Kamera. Eine Angestellte wurde mit den Worten zitiert, sie merke deutlich, dass im Geschäft eine „Rassismuskultur" herrsche. In einer Reaktion darauf schrieb H&M dem Blatt, das Unternehmen distanziere sich klar von jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung. Man nehme die Vorwürfe sehr ernst. (APA/dpa)

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