Biden macht Susan Rice zu wichtiger innenpolitischer Beraterin

Nach dem Wahlsieg von Joe Biden nimmt dessen Team für das Weiße Haus immer mehr Gestalt an. Die ehemalige UNO-Botschafterin unter Barack Obama, Susan Rice, erhält eine Schlüsselposition.

Susan Rice im Vorjahr.
© NICHOLAS KAMM

Washington – Der gewählte US-Präsident Joe Biden macht die frühere UNO-Botschafterin Susan Rice zu einer seiner wichtigsten innenpolitischen Beraterinnen. Biden nominierte die frühere Nationale Sicherheitsberaterin von Präsident Barack Obama am Donnerstag als Chefin des Rats für Innenpolitik im Weißen Haus.

Die 56-jährige Afroamerikanerin habe jahrelange Regierungserfahrung und kenne den Regierungsapparat "bis ins kleinste Detail", erklärte Bidens Übergangsteam. Sie werde dafür Sorge tragen, dass die Arbeit der Regierung der US-Bevölkerung zugute komme.

Die Nominierung ist eine Überraschung, weil Rice vor allem über außenpolitische Erfahrung verfügt. In den Jahren der Obama-Biden-Regierung (2009 bis 2017) war sie zunächst US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen und dann Nationale Sicherheitsberaterin. Sie galt eigentlich als Favoritin für den Posten der Außenministerin der künftigen Regierung Biden. Nominiert wurde schließlich Bidens langjähriger Berater Antony Blinken.

Biden nominierte am Donnerstag zudem Obamas früheren Stabschef Denis McDonough als künftigen Minister für Veteranen-Angelegenheiten. Obamas Landwirtschaftsminister Tom Vilsack soll auf seinen früheren Posten zurückkehren. Als Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung nominierte Biden die afroamerikanische Abgeordnete Marcia Fudge. Die designierten Minister müssen noch vom Senat bestätigt werden.

Biden wird nach seinem Sieg über Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November am 20. Jänner seinen Amtseid ablegen. Der 78-Jährige setzt bei der Vergabe führender Regierungsposten auf Erfahrung und Vielfalt. So wurden viele Frauen wie die designierte Finanzministerin Janet Yellen nominiert, außerdem Latinos und Afroamerikaner. Einige Ministerien wurden noch nicht vergeben, unter anderem das wichtige Justizministerium. (APA, AFP)


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