Kilde triumphierte auch in der Abfahrt und machte Gröden-Double perfekt

Während der Norweger Aleksander Aamodt Kilde zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden auf das oberste Podest kletterte, mussten sich Österreichs Ski-Herren bei der Abfahrt in Gröden mit den Plätzen neun (Max Franz) und zehn (Matthias Mayer) als Top-Resultate zufrieden geben.

Aleksander Aamodt Kilde und Gröden – eine erfolgreiche Liebesbeziehung.
© ANDREAS SOLARO

St. Cristina – Aleksander Aamodt Kilde schaffte in Gröden das Speed-Double. Einen Tag nach dem Super-G gewann der Weltcup-Gesamtsieger am Samstag auf der Saslong auch die traditionelle Abfahrt und prolongierte damit die eindrucksvolle Erfolgsserie der Norweger dort. Ryan Cochran-Siegle (USA) und der Schweizer Beat Feuz komplettierten das Podium. Bester Österreicher war als Neunter Max Franz unmittelbar vor Matthias Mayer.

24 Stunden nach seinem ersten Saisonsieg fuhr Kilde den zweiten "Hunderter" ein und übernahm damit auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung. Im Vorwinter hatte dem Norweger ein Sieg genügt, um die große Kristallkugel zu ergattern. "Mein Skifahren ist besser, auch der Speed ist da", sagte Kilde nach seinem sechsten Weltcupsieg. "Und ich bin ein Jahr älter. Alles passt einfach", freute sich der 28-Jährige, für den es ebenfalls schon am Sonntag mit dem Riesentorlauf in Alta Badia (ab 10 Uhr/live TT.com-Ticker) weitergeht.

🎥 Die Siegesfahrt von Aleksander Aamodt Kilde im Video:

Franz konnte sich über seine Position als bester Österreicher nicht wirklich freuen. "Ich habe alles probiert und hab mich voll reingehaut. Aber oben war es schwierig, dabei zu sein und unten habe ich zu viel gewollt", erklärte der Kärntner. Die wegen der wechselnden Lichtverhältnisse in Gröden oft wichtige Startnummer habe aber diesmal offenbar keine allzu große Rolle gespielt. "Schade. Das, was ich mir vorgenommen habe, ist nicht ganz aufgegangen. Ich hätte ab der Mauer besser fahren können."

Mayer sorgte für eine Schrecksekunde, als es ihm genau an der Stelle, an der er sich einst bei einem Sturz einen Rückenwirbel gebrochen hatte, einen Ski verschnitt. "Ich wollte es in Hocke durchziehen, hab's aber eh noch ganz gut abgefangen und auch noch halbwegs eine Zeit gerettet", erklärte der Doppel-Olympiasieger. Für ihn sei Gröden einfach nicht das Lieblingsrennen. "Ich muss hier immer über mein Limit gehen, um schnell zu sein. Deshalb passiert immer was bei mir hier."

In Bormio werde es kurz vor dem Jahreswechsel sicher besser laufen, ist Mayer überzeugt. Zuvor bestreitet der Kärntner am Sonntag noch den Riesentorlauf in Alta Badia. (APA)

Abfahrt der Herren in Gröden – Endstand:


Kommentieren


Schlagworte