Matt vor Slalom-Auftakt: „Der letzte Winter war eine Katastrophe“

Olympia-Bronze 2018 in Südkorea und WM-Silber 2019 in Aare – auf Michael Matt war in jüngerer Vergangenheit stets Verlass. Nur vergangene Saison lief beim 27-jährigen Flirscher wenig zusammen. Das soll sich ändern. Am besten schon am Montag beim Slalom in Alta Badia (10.00 Uhr/live TT.com-Ticker).

Michael Matt und seine Slalom-Kollegen starten heuer so spät wie noch nie die neue Ski-Saison.
© gepa

Bereit für den wohl spätesten Slalom-Auftakt der Weltcupgeschichte?

Michael Matt: Mir geht’s körperlich gut, und skifahrerisch gefällt’s mir auch gut, sehr gut sogar. Der Speed passt, die Form passt und ich fühle mich sicher. Das Einzige, was uns fehlt, sind internationale Vergleiche. Es kann also losgehen.

Vergangenen Winter hat es zu keinem Stockerlplatz und nur zu drei Top-Ten-Platzierungen gereicht. Was waren Ihre Lehren aus dieser durchwachsenen Saison?

Matt: Das letzte Jahr war nicht durchwachsen, sondern eine Katastrophe mit Schadensbegrenzung am Ende des Winters. Ich möchte aber gar nicht mehr viel darüber sprechen, das war einfach ein Kas.

Dennoch: Wo haben Sie die Hebel angesetzt?

Matt: Was das Körperliche betrifft, habe ich versucht, meinen Rumpf noch weiter zu kräftigen, da ich mit Fortdauer des Winters meine Probleme gehabt habe. Und die Folge sind unweigerlich Ausweichbewegungen, wo es dann technisch nicht mehr so sauber aussieht. Genauso haben wir am Material getüftelt. Ich bin überzeugt, dass die Basis passt, dass wir breiter aufgestellt sind und keinerlei Experimente mehr wagen müssen.

Werden wir Sie auch im Riesentorlauf bald wiedersehen?

Matt: In der Vorbereitung waren andere schneller und haben sich dadurch ihre Einsätze verdient. Mein Fokus liegt erst einmal klar auf dem Slalom. Dort heißt es, wieder ganz vorne dabei zu sein. Wenn das klappt, werden wir weiterschauen – abgeschrieben habe ich den Riesentorlauf jedenfalls noch nicht.

Wenn man es zuspitzt, beschränkt sich der Rennwinter für einen Slalomspezialisten auf sechs Wochen?

Matt: Eigentlich ein Wahnsinn. Zu viel darf man darüber nicht nachdenken.

Das Gespräch zeichnete Max Ischia auf


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