Freudentränen bei Feller nach Platz zwei: „Das ist fast nicht zum Glauben"

Im Hundertstelkrimi von Alta Badia hatte Ramon Zenhäusern knapp die Nase vorne. Der Schweizer setzte sich vor Manuel Feller (+ 0,08 Sekunden) und Marco Schwarz (+ 0,12 Sekunden) durch. Das tat der Freude im ÖSV-Lager allerdings keinen Abbruch.

Manuel Feller (l.) und Marco Schwarz nahmen Sieger Ramon Zenhäusern in die Mitte.
© GEPA pictures/ Harald Steiner

Alta Badia – Die österreichischen Slalom-Herren schlugen am Montag im Ski-Weltcup von Alta Badia mit zwei Podesträngen zu. Der Tiroler Manuel Feller wies nur 0,08 Sekunden Rückstand auf Sieger Ramon Zenhäusern auf, nur 0,12 Sekunden hinter dem Schweizer platzierte sich der Kärntner Marco Schwarz. Der Südtiroler Alex Vinatzer fiel von Halbzeitrang eins auf Rang vier zurück (+0,19). Der Tiroler Michael Matt wurde von Rang drei aus 15. (+0,96), unmittelbar hinter Adrian Pertl (+0,90).

"Das ist fast nicht zum Glauben, eine Genugtuung würde ich sagen", sagte Feller im ORF-Interview unter Freudentränen. "Das ist der emotionalste Moment meiner Karriere." Der 28-Jährige war nach einem Bandscheibenvorfall immer wieder von Rückenproblemen gestoppt worden, deswegen verlief auch die Saisonvorbereitung nicht optimal. "Vor allem die letzte Saison war unglaublich anstrengend und schmerzhaft. Der ganze Sommer war so zach, von Schmerzen geprägt." Es ist sein viertes Weltcup-Podest.

Schwarz: "Das gibt dem Team sicher Aufschwung"

Kaum weniger glücklich war Schwarz: "Brutal cool! Ich habe gewusst, im Slalom bin ich gut drauf. Im ersten Rennen aufs Podium zu fahren ist schon ein ganz gutes Weihnachtsgeschenk. Ich freue mich mega. Mit Manu (Feller, Anm.) zusammen oben zu stehen im ersten Slalom, das gibt dem Team sicher Aufschwung." Der 25-Jährige blickt auch positiv auf den Dienstag-Slalom (17.45 und 20.45 Uhr/live TT.com-Ticker): "Madonna habe ich sehr gut im Kopf."

Zenhäusern feierte von Halbzeitrang acht aus seinen zweiten Sieg in einem klassischen Slalom nach Kranjska Gora im März 2019. "Nach dem ersten Lauf war alles so eng zusammen, das war Nervenkitzel pur. Da gab es nur eine Strategie, Vollgas. Ich habe jetzt fast elf Monate nur trainiert. Umso schöner, dass es heute geklappt hat."

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Punkte für den ÖSV holten auch Fabio Gstrein (+1,20) und Christian Hirschbühl (+1,33) als 21. und 22. Marc Digruber und Johannes Strolz kamen nicht in die Entscheidung der Top 30. (APA, TT.com)

Slalom der Herren in Alta Badia – Endstand:


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