Tiroler DSV-Cheftrainer Horngacher hat die ÖSV-Adler noch auf der Rechnung

Trotz der zuletzt mäßigen Resultate im Skisprung-Weltcup schreibt Stefan Horngacher seine Landsleute bei der kommende Woche beginnenden Vierschanzentournee nicht ab. Der deutsche Cheftrainer hofft für das nächste Saisonhighlight auf die Rückkehr von Skiflug-Weltmeister Karl Geiger aus der Corona-Quarantäne.

Stefan Horngacher nimmt mit Deutschland den Tourneesieg ins Visier.
© GEPA pictures/ Oliver Lerch

Oberstdorf – Stefan Horngacher hat die österreichischen Skispringer vor der Vierschanzentournee nicht abgeschrieben. "Sie hatten mit den Coronafällen eine schwierige Situation, das hat sie ein bisschen durcheinandergeschüttelt. Aber mit Österreich ist mit Sicherheit zu rechnen", sagte der Tiroler Cheftrainer des deutschen Springerteams am Montag. "Daniel Huber springt nach wie vor sehr gut, er hat gestern den zweiten Sprung vermurkst. Michael Hayböck war bei der Skiflug-WM sehr gut."

Seinen Landsleuten traut Horngacher aber vor allem mittelfristig viel zu. "Österreich hat im Nachwuchs eine enorme Dichte hintennach. Im Continental Cup (Stufe unter Weltcup) haben sie (zuletzt) Platz eins bis drei gemacht, im FIS Cup (3. Stufe) fast durchgängig Platz eins bis zehn." Sein Fazit: "Da wird es irgendwann einen Umbruch geben. Ich denke, dass bald ein paar junge Leute im Weltcup aufschlagen werden."

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Beim kommenden Großereignis hat Horngacher mit dem Gesamtweltcup-Zweiten Markus Eisenbichler zumindest einen Topfavoriten im Team. Beim positiv auf Corona getesteten Skiflug-Weltmeister Karl Geiger hoffte der 51-jährige frühere Weltklassespringer (2 Weltcupsiege) noch auf eine pünktliche Rückkehr zum am 28. Dezember beginnenden Event.

Weltmeister Geiger auch von Familie isoliert

Es gebe Diskussionen mit dem Gesundheitsamt, das die Freigabe erteilen muss, betonte Horngacher: "Wir hoffen, dass er gesund bleibt und dass er zur Vierschanzentournee wieder dazukommt." Geiger befindet sich seit vergangenem Mittwoch in Quarantäne und ist damit auch von seiner Frau und der frischgeborenen Tochter Luisa isoliert.

Das österreichische Weltcupteam ist bei der Tournee-Generalprobe am Wochenende an einem Top-Ten-Resultat vorbeigeflogen. Huber - der in diesem Winter bisher formstärkste Österreicher - war nach Halbzeit-Rang vier im Finale auf Platz 13 zurückgefallen. Der Sieg ging zum fünften Mal in Folge an den norwegischen Saisondominator Halvor Egner Granerud. (APA)


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