Semmering-Riesentorlauf wegen Sturm abgebrochen: kein Nachtrag geplant

Der Riesentorlauf der Damen endete am Montag mit einem Rennabbruch unmittelbar vor dem Start des zweiten Durchgangs. Starke Sturmböen auf der gesammten Strecke wurden zum Spielverderber.

Die Tore wurden von den Sturmböen in alle Richtungen geweht und stellten so eine große Gefahr für die Läuferinnen dar.
© EXPA/FLORIAN SCHROETTER

Semmering – Der Damen-Riesentorlauf im alpinen Ski-Weltcup am Semmering ist am Montag nach der ersten Hälfte abgebrochen worden. Starke Windböen machten die Austragung des zweiten Durchgangs unmöglich. Am Dienstag wird programmgemäß der vorgesehene Nachtslalom ausgetragen. Der Riesentorlauf wird am Semmering weder fortgesetzt noch am Mittwoch nachgetragen, verkündete der Internationale Skiverband (FIS).

Nach leidlichem Wetter während des ersten Durchgangs wurde die Startzeit des Riesentorlaufs wegen des immer stärker werdenden Windes von ursprünglich 13:00 Uhr zweimal nach hinten verschoben. Auch der Startbereich wurde weiter nach unten versetzt. Dennoch besserten sich die Bedingungen nicht, weshalb letztlich die Entscheidung klar war.

Auf und neben der Strecke wehten die Sturmböen teilweise Werbebanden und andere Aufbauten um. Auch der Gondelbetrieb wurde eingestellt. Laut Informationen der FIS wäre zudem ein einwandfreies Funktionieren der Zeitnehmung nicht garantiert gewesen, wenn man das Rennen wieder gestartet hätte. Nach dem Abbruch wurde der Zielraum blitzartig geräumt.

Nach dem ersten Durchgang lag die Slowakin Petra Vlhova in Führung. Die Spitzenreiterin im Gesamtweltcup fuhr einen Vorsprung von 0,22 Sekunden auf die Italienerin Marta Bassino heraus. Dritte war die Schweizerin Michelle Gisin mit 0,35 Sekunden Rückstand auf Vlhova.

Abgeschlagen waren die besten Österreicherinnen. Katharina Liensberger reihte sich als ÖSV-Beste mit 1,97 Sekunden Rückstand auf Platz 14 ein. Katharina Truppe (2,20), Stephanie Brunner (2,24) und Franziska Gritsch (2,29) lagen auf den Plätzen 17 bis 19, Ramona Siebenhofer (2,70) war 25.

Den zweiten RTL-Durchgang am Dienstagvormittag vor dem Nachtslalom (15.15/18.30 Uhr, live TT.com-Ticker) nachzuholen, wäre laut Reglement zwar grundsätzlich möglich gewesen. Allerdings hält der Wind am Semmering an. Außerdem kommen 10 bis 15 Zentimeter Schnee hinzu, was Pistenarbeiten in der Nacht unmöglich macht. Man konzentriert sich deshalb ganz auf den Slalom. Eine Austragung des Riesentorlaufs am Mittwoch ist offenbar aus TV-rechtlichen Gründen nicht möglich. (APA)


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