Erst Sturm, dann Schnee in Tirol: Lawinengefahr in Osttirol steigt an

Nach den starken Schneefällen steigt in Osttirol die Lawinengefahr wieder deutlich an. Vor allem oberhalb der Waldgrenze herrscht verbreitet große Lawinengefahr, warnen die Experten. In Nordtirol wird es erneut föhnig.

Am Dienstag reißen die Wolken immer wieder auf und die Sonne kann durchblitzen.
© Leserfoto Anja Wagner

Innsbruck, Lienz – Nach den gestrigen starken Schneefällen in Osttirol steigt heute die Lawinengefahr deutlich an. Vor allem oberhalb der Waldgrenze herrscht verbreitet große Lawinengefahr, also Stufe 4 der fünfteiligen Skala. Mit Neuschnee und starkem Wind aus südlichen Richtungen entstanden seit Montag verbreitet leicht auslösbare Triebschneeansammlungen, teilte der Tiroler Lawinenwarndienst mit. Zudem seien an allen Expositionen vermehrt mittlere und mehrfach große, spontane, trockene Lawinen zu erwarten.

Dies gelte vor allem für steile Hänge in den Gebieten mit viel Wind, auch unterhalb der Waldgrenze. Gefahrenstellen und Auslösebereitschaft nehmen mit der Höhe zu, warnten die Experten. Viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und große Zurückhaltung seien nötig. Die Gefährdung beziehe sich vor allem auf alpines Schneesportgelände.

Von Montagfrüh bis Dienstagfrüh fiel laut ZAMG in Osttirol vielerorts rund ein halber Meter Neuschnee. In Dellach wurden 55 Zentimeter gemessen, in Lienz 50 Zentimeter, in Sillian und Döllach 40 Zentimeter. Am Dienstag schneit es laut ZAMG in Osttirol nur noch wenig.

Sonnige Aussichten für Silvester

Zum Nachmittag hin erreicht die Schneefront gestern auch Nordtirol. Zum Abend und in die Nacht hinein fielen auch hier die Flocken. Zuvor war aber Föhnstimmung angesagt. Das wird sich in Nordtirol auch heute nicht ändern. Die Wolken reißen immer wieder auf, dann zeigt sich auch die Sonne. Die Höchsttemperaturen erreichen -1 bis +4 Grad.

Ähnlich sind die Prognosen auch für den Mittwoch. Sonnige Aussichten gibt es nach derzeitigem Stand dann für den Silvestertag. Dabei ist es mit -10 bis maximal +2 Grad ziemlich kalt. (TT.com/APA)

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