„El Chapo"-Gefängnis in Mexiko überraschend geschlossen

Joaquin „El Chapo" Guzman bei seiner Festnahme.
© AFP/Estrella

Mexiko-Stadt – Die mexikanische Regierung hat das Hochsicherheitsgefängnis in Ciudad Juarez an der Grenze zu den USA überraschend geschlossen. Dies berichteten mexikanische Medien unter Berufung auf die Regierung am Sonntagabend (Ortszeit). Das Gefängnis war die letzte Haftanstalt, in welcher der berüchtigte mexikanische Drogenboss Joaquin „El Chapo" Guzman vor seiner Auslieferung an die USA in Mexiko eingesessen hatte.

Der frühere Boss des Sinaloa-Kartells war im Februar 2019 in einem Mammutprozess in New York in allen Anklagepunkten für schuldig befunden worden und musste lebenslang hinter Gitter. Das Sinaloa-Kartell gilt als das mächtigste Drogenkartell in Mexiko und soll in großen Mengen Kokain, Marihuana und andere Drogen in die USA schmuggeln.

Die Verlegung von „El Chapo" („Der Kurze") vom Gefängnis Altiplano im Zentrum des Landes nach Ciudad Juarez im Mai 2016 war Teil einer Strategie der Regierung gewesen, um die Inhaftierung besonders gefährlicher Häftlinge sicherer zu gestalten. Guzman gelang mehrere Male die Flucht aus Hochsicherheitsgefängnissen, unter anderem auf abenteuerliche Weise durch einen langen Tunnel. Das Hochsicherheitsgefängnis in Ciudad Juarez war immer wieder für die dort herrschenden Zustände kritisiert worden. (APA/dpa)

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