Marktforscher sehen Pleitewelle bei Fitnessstudios im Anmarsch

Anders als etwa der Handel haben Fitnesscenter, Yogastudios & Co nun schon seit 3. November durchgehend geschlossen. Das Marktforschungsinstitut Branchenradar sieht auf die Branche eine Pleitewelle zurollen.

Branchenradar geht davon aus, dass nicht alle vor Corona in Fitnessclubs trainierenden Mitglieder kurzfristig wieder zurückkehren.
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Wien – Viele Fitnessstudios dürften die in Summe monatelangen Schließungen nicht überleben. Das Marktforschungsinstitut Branchenradar sieht auf die Branche eine Pleitewelle zurollen. Schon 2020 brachen die Umsätze deutlich, um 18 Prozent auf 198 Mio. Euro, ein. Für 2021 geht das Institut von einem abermaligen Umsatzeinbruch von rund einem Viertel aus. "Diesen Aderlass werden viele Studios nicht überleben", so Branchenradar am Donnerstag in einer Aussendung.

Im Coronajahr stagnierte die Anzahl der Fitnessstudios bei rund 580 Standorten. 2021 wird ein Rückgang um knapp 14 Prozent und 2022 um nochmals 8 Prozent auf dann nur noch 460 Standorte erwartet.

Branchensprecher fordert Öffnung am 24. Jänner

"Durch fehlende Planungssicherheit und mangels politischer Konzepte steht eine ganze Branche vor dem Aus", kritisiert auch der Sprecher der österreichischen Fitnessbetriebe, Christian Hörl. Seine Branche müsse gleichzeitig mit der Gastronomie, also am 24. Jänner, aufsperren, forderte er. Es drohten bei vielen Menschen gesundheitliche negative Langzeitfolgen, wenn sie ihrem Training und ihren Therapien nicht nachkommen können.

Anders als etwa der Handel haben Fitnesscenter, Yogastudios & Co nun schon seit 3. November durchgehend geschlossen. Branchenradar geht davon aus, dass nicht alle vor Corona in Fitnessclubs trainierenden Mitglieder kurzfristig wieder zurückkehren. "Viele haben sich während des Lockdowns zu Hause mit entsprechendem Equipment ausgestattet. In jedem Fall ist mittelfristig mit einer deutlich höheren Marktkonzentration zu rechnen. Das macht dann zumindest Preisvergleiche einfacher." (APA)

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