Schlierenzauer entschuldigte sich für "dummen Fehler" in Bischofshofen

Der ehemalige Stubaier Seriensieger rechtfertigt die verweigerte Materialkontrolle beim Tournee-Finale mit seiner Enttäuschung.

Gregor Schlierenzauer sorgte mit seinem Abgang in Bischofshofen für Aufregung.
© GEPA pictures/ Christian Walgram

Wien/Innsbruck - Skispringer Gregor Schlierenzauer hat sein Auslassen der verpflichtend vorgeschriebenen Materialkontrolle beim Vierschanzentournee-Finale am Mittwoch in Bischofshofen nachträglich als dummen Fehler bezeichnet und sich dafür entschuldigt. Er hätte sich nicht von der Enttäuschung seines vorzeitigen Ausscheidens zu diesem Regelverstoß verleiten lassen dürfen, schrieb Schlierenzauer am Donnerstag auf seinem Internetblog.

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"Die Materialkontrolle und das Prozedere nicht eingehalten zu haben, war ein Fehler, dumm und absolut nicht in Ordnung. Ich habe mit meinem Abgang ein schlechtes Vorbild abgegeben, dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle aufrichtig entschuldigen", so der wegen seines Fehlverhaltens in Bischofshofen disqualifizierte Weltcup-Rekordsieger an seinem 31. Geburtstag. Er habe sich damit keinen Gefallen getan und selbstverständlich tue ihm das heute sehr leid. "Sport ist Emotion, trotzdem hätte ich mich nicht von der Enttäuschung verleiten lassen dürfen."

Nicht-Nominierung für Titisee-Neustadt "nachvollziehbar"

Dass er wegen seiner schlechten Tournee-Ergebnisse nicht für den Weltcup in Titisee-Neustadt nominiert worden ist, sei für ihn selbstverständlich nachvollziehbar. Er werde die Wettkampfpause nützen, um sich in Ruhe mit den Dingen auseinanderzusetzen und um die weiteren Schritte mit seinem engsten Umfeld und teamintern zu besprechen.

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Die Aufmerksamkeit sollte abgesehen davon nun jenen gelten, die sportlich aufgezeigt haben. Deshalb wünsche er seinen Teamkollegen viel Erfolg, meinte der seit Jahren nicht an seine früheren Erfolge herankommende Ex-Weltmeister und -Tourneesieger. "Das kommt von Herzen und wird bei jenen, die mich persönlich kennen, auch hoffentlich so ankommen. Bleibt gesund, dass ist in Wahrheit das Einzige, worauf es ankommt."

Schlierenzauer war für seinen Regelverstoß von Cheftrainer Andreas Widhölzl und dem Sportlichen Leiter Mario Stecher gerügt worden. Er selbst hatte nach dem Tournee-Finale keine Stellungnahme abgegeben. (APA)


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