Fall Maddie: Ermittler halten 44-Jährigen weiter für tatverdächtig

Trotz der Corona-Pandemie seien die Ermittlungen im Fall um das verschwundene Mädchen vorangeschritten. Ob es noch 2021 eine Anklage gegen den Mordverdächtigen geben wird, ist zunächst offen.

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Madeleine "Maddie" McCann verschwand 2007 aus einer portugiesischen Ferienanlage.
© JOHANNES EISELE

London, Lissabon – Im Fall der vor mehr als 13 Jahren verschwundenen Maddie halten die Ermittler den beschuldigten 44-jährigen Deutschen nach wie vor für tatverdächtig. "Wir hoffen, dass wir das Verschwinden Madeleine McCanns aufklären können", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Hans Christian Wolters, am Montag auf Anfrage.

Zu konkreten Ermittlungsergebnissen wollte er sich nicht äußern. Trotz der Corona-Pandemie seien die Ermittlungen aber "weitestgehend unbeeinträchtigt vorangeschritten".

Zuvor hatten die Ermittler es offen gelassen, ob es noch 2021 eine Anklage gegen den Mordverdächtigen geben wird. Staatsanwalt Wolters sagte, dass möglicherweise zumindest einzelne Ermittlungen in diesem Jahr abgeschlossen werden könnten. "Ob Anklage erhoben und dann auch öffentlich verhandelt wird, vermag ich nicht zu beurteilen", räumte Wolters aber ein.

Am 3. Mai 2007 verschwand die damals dreijährige Madeleine McCann aus einer Appartementanlage im portugiesischen Praia da Luz, als die Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant aßen. Im Fokus steht seit Juni 2020 der 44-Jährige, der in einem niedersächsischen Gefängnis eine mehrjährige Haftstrafe für eine Vergewaltigung absitzt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ist für den Fall Maddie zuständig, weil der Verdächtige seinen letzten deutschen Wohnsitz in der Stadt hatte. (APA/dpa)

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