ÖSV-Präsident Schröcksnadel erneuert Forderung nach Athleten-Impfung

Gleichzeitig übte das Ski-Oberhaupt scharfe Kritik am Pandemie-Management des Gesundheitsministeriums: "Da ist nur herumgeschwätzt worden."

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat seine Forderung nach einer Covid-Impfung seiner Athletinnen und Athleten noch in der laufenden Saison erneuert. Sie sollten gleich nach den vulnerablen Bevölkerungsgruppen und Beschäftigten in Gesundheitsberufen geimpft werden, erklärte er in einem Ö3-Interview am Dienstag. Sportminister Werner Kogler sah auf ServusTV durch die Impfung eine Erleichterung für die Betreiber von Sportstätten, weil sie damit "ein Regulativ einführen könnten".

Nach Ansicht von Schröcksnadel sind die Athletinnen und Athleten durch ihre Reisen im alpinen Ski-Weltcup stark gefährdet. "Sie fahren auf der ganzen Welt herum, da kann man sich schnell was holen", so Schröcksnadel. Scharfe Kritik übte er am Pandemie-Management des Gesundheitsministerium, das seiner Meinung nach sehr schlecht aufgestellt ist: "Da ist nur herumgeschwätzt worden."

Kogler: "Impfung wird vieles erleichtern"

Kogler sah durch die Impfung eine Möglichkeit für die Veranstalter, für klare Verhältnisse zu sorgen. "Die Bundesregierung hat nicht vor, einen Impfzwang auszusprechen. Meine Prognose ist aber, dass die Impfung vieles erleichtern wird, weil Stadionbetreiber und Sportvereine ein Regulativ einführen könnten", erklärte der Vizekanzler in der Sendung am Montagabend. Und: "Wenn eine ausreichend große Zahl der Bevölkerung geimpft ist, wird sich bis spätem Frühling oder Sommer vieles erleichtern."

Tests seien wiederum nach dem Ende des Lockdowns die Gelegenheit, "wesentlich mehr Möglichkeiten im gesellschaftlichen Leben" zu schaffen. "Dass man Sportereignisse, die ohnehin zugelassen sind, auch anschauen kann, werden wir gleichzeitig mit der Kultur einführen", meinte Kogler.

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Auch zur weiteren Vorgangsweise in Sachen Zuschauer-Begrenzung äußerte sich der Sportminister, der eine relative Regelung in Abhängigkeit von der Infrastruktur anstrebt. "Wir wollen nach der Kapazität gehen. Es hängt aber auch von der Modernität und Bauweise der Stadien ab: Wie viele Zugänge gibt es, wie viele Toilettenanlagen, etc., etc.? So lange wir aber derartige Niveaus in der Pandemie haben, macht es leider sehr viel Sinn, zusätzlich absolute Grenzen einzuziehen." (APA)


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