Gut zu wissen: Das ist der Zeitplan für Covid-Impfungen in Tirol

Die Corona-Impfungen in Tirol werden in drei Phasen ablaufen – Priorität liegt in der Immunisierung von Risikogruppen. Ein Überblick, wann und wie die jeweiligen Bevölkerungsgruppen geimpft werden sollen.

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Von links: Herbert Forster (Landesamtsdirektor), LH Günther Platter, LHStv. Ingrid Felipe, Prof. Günter Weiss (Klinik Immunologe) hielten am Mittwoch eine PK ab, bei der unter anderem die Impfstrategie des Landes präsentiert wurde.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Bis Ende dieser Woche sollen rund 10.000 Personen in den Alten- und Pflegeheimen sowie auf den Covid-Stationen in Tirols Krankenhäusern die erste Corona-Teilimpfung mit der BioNTech/Pfizer-Vakzine erhalten haben, etwa drei Wochen später erfolgt für diese Personengruppe die zweite Teilimpfung. Noch im ersten Quartal sollen rund 50.000 Tirolerinnen und Tiroler eine erste Impfdosis erhalten.

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Ab 1. Februar 2021 kann sich die Bevölkerung unter www.tirolimpft.at für die Covid-Impfung voranmelden.

Abhängig vom Risiko der jeweiligen Personengruppen wurden entsprechende Priorisierungen aufgrund fachlich-medizinischer Empfehlungen festgelegt, die je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe schnellstmöglich abgearbeitet werden, lautet es in der Tiroler Impfstrategie, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

📽️ Video | Der Impfplan für Tirol

Bereits laufende Phase 1

▶️ Bewohner und Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen. Die Einrichtungen haben ihre Bedarfsmeldungen bereits bekannt gegeben. Die Impfungen werden von der jeweiligen Einrichtung organisiert und von niedergelassenen Ärzten durchgeführt. Die Personen sollen zumindest eine Teilimpfung im ersten Quartal erhalten.

▶️ Mitarbeiter der Covid-Stationen. Die Organisation läuft über die Krankenanstalten. Im Laufe dieser sowie der kommenden Woche werden die Mitarbeiter an den Covid-Stationen, die zum Personal im Gesundheitsbereich mit hohem Expositionsrisiko zählen, geimpft. Die ersten Teilimpfungen sollen noch diese Woche abgeschlossen werden.

▶️ Personen über 80 Jahre. Die Tiroler Gemeinden erheben derzeit den Bedarf bei Personen über 80 Jahren. Alle betreffenden Bürger sollen ein entsprechendes Schreiben erhalten. Danach wird ihnen mitgeteilt, wo und wann sie eine Impfung erhalten werden. Die Impfungen der ersten Dosis sollen mit März 2021 abgeschlossen sein.

Weiterführung der Phase 1

▶️ Personen mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko. Über ihre betreuenden Ärzte haben diese Personengruppen die Möglichkeit, priorisiert eine Impfung zu erhalten. Die erste Impfdosis soll im ersten Quartal erfolgen.

▶️ Medizinisches Personal und Gesundheitspersonal mit hohem Infektionsrisiko. Auch Mitarbeiter in Krankenanstalten, niedergelassene Ärzte, Mitarbeiter des Rettungsdienstes, Sozialsprengel sowie Behinderteneinrichtungen sollen noch im ersten Quartal die erste Teilimpfung erhalten. Die Organisation erfolgt über die Arbeitgeber bzw. Betreuungseinrichtungen.

Phase 2 im zweiten Quartal

Untenstehende Personengruppen sollen im zweiten Quartal eine Impfung erhalten:

▶️ Über 65-Jährige. Über 65-Jährige sollen laut Impfstrategie spätestens ab April bzw. nach Verfügbarkeit prioritär ab April geimpft werden. Die Anmeldung erfolgt online.

▶️ Personal in Schlüsselpositionen und kritischer bzw. essentieller Infrastruktur (insbesondere Polizei, Feuerwehr, etc.).

▶️ Personal in Schulen und Kindergärten sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

💡 Hinweis

Personen, die nicht in entsprechenden Einrichtungen tätig sind und vonseiten des Arbeitgebers dementsprechend weitere Informationen erhalten, haben mit 1. Februar die Möglichkeit, eine Voranmeldung vorzunehmen.

Phase 3 ab dem zweiten und im dritten Quartal

Zirka ab Mai soll die Allgemeinheit eine Impfung erhalten können. Personen, die keinen vorher genannten Bevölkerungs- bzw. Berufsgruppen zuzurechnen sind, haben ab 1. Februar 2021 ebenfalls unabhängig ihres Alters die Möglichkeit, sich online für eine Impfung vorzumerken. (TT.com)

🔗 Neues österreichweites Impf-Dashboard ist online

Das Gesundheitsministerium hat ein "Dashboard" mit Corona-Impfzahlen veröffentlicht. Damit liegen erstmals auch Zahlen auf Landesebene vor. Allerdings hat die Übersicht einen Haken: es handelt sich vorerst nur um Schätzungen auf Basis der bestellten Impfdosen. Eine Verbesserung soll das "Impfregister" bringen.

▶️ Auf dem Dashboard werden drei Zahlen veröffentlicht: die bisher bei der Bundesbeschaffung bestellten Impfdosen (130.105), wie viele Personen bis 18 Uhr des Vortages geimpft wurden (52.925) und eine sogenannte "Live-Prognose" der aktuell geimpften Personen.

▶️ Die "Live-Prognose" ist ein Zähler, der zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr sekündlich Impfungen dazurechnet, bis der für den jeweiligen Tag erwarteter Wert erreicht wird. Dieser Zähler soll, so die Begründung des Ministeriums, ein Gefühl für die am laufenden Tag verimpften Dosen vermitteln und "relativ exakt" sein.

▶️ Ein Abgleich mit tatsächlich durchgeführten Impfungen soll in den kommenden Tagen etabliert werden. Anschobers Angaben zufolge ist ein "zusätzliches Kontrollsystem" geplant, mit dem die Bundesländer jeden Morgen die bisher durchgeführten Impfungen an den Bund melden sollen.

▶️ Außerdem arbeitet das Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben an laufenden Verbesserungen des Dashboards. Dieses soll in weiterer Folge auch Angaben zu den soziodemographischen Merkmalen der Geimpften enthalten – also etwa zum Alter.


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