Lawinen gingen im Skigebiet ab: Sucheinsatz in Kappl und im Stubaital

In Skigebieten in Kappl und im Stubaital kam es am Samstag zu mehreren Lawinenabgängen. In Kappl hatte ein Unbekannter eine Lawine ausgelöst, die einen 20-Jährigen, einen 49-Jährigen und ein zwölfjähriges Kind teilweise verschüttete.

Sucheinsatz nach der Lawine in Kappl.
© ZOOM.TIROL

Fulpmes, Kappl – Mehrere Lawinenabgänge sind am Samstag in Tirol glimpflich verlaufen. Im Stubaital gingen gleich drei Lawinen ab. Eine davon betraf das Skigebiet Schlick 2000. Der Abgang ereignete sich gegen 10.55 Uhr ging unterhalb der Bergstation im freien Skhiraum auf einer Seehöhe von 2089 Metern. Der Lawinenkegel wurde von der Bergrettung vorderes Stubaital mittels LVS, mit einem Lawinenhund sowie mit dem Recco-Suchgerät abgesucht. Die Suche wurde gegen 13.05 Uhr eingestellt. Insgesamt standen 37 Einsatzkräfte der Bergrettungen vorderes Stubaital und Neustift und zwei Hubschrauber im Einsatz.

Gegen 13.45 Uhr ereigneten sich im Bereich Stubaier Gletscherbahnen zwei weitere Lawinenabgänge. Die erste Lawine ging unterhalb der 3S-Gondel im freien Skiraum auf einer Seehöhe von 1950 Metern ab, die zweite auf der Skiroute Wilde Gruber auf einer Seehöhe von 2000 Metern. Die Skiroute war zum Zeitpunkt des Abganges gesperrt. Die beiden Lawinenkegel wurden von der Bergrettung Neustift mit 29 Einsatzkräften, von zwei Mitarbeitern der Gletscherbahnen, sowie einem Bergretter mit einem Lawinenhund abgesucht. Zwei Huberschrauber wurden ebenfalls eingesetzt. Beide Einsätze wurden gegen 15.30 Uhr eingestellt. Bei den drei Lawinenabgängen wurden keine Personen verschüttet.

Skifahrer löste Lawine in Kappl aus

Ähnliches geschah um kurz nach 11 Uhr im Skigebiet in Kappl. Die Lawine war im freien Skiraum abgegangen und soll von einem unbekannten Skifahrer auf einer Seehöhe von rund 2330 Metern ausgelöst worden sein.

Die Schneemassen bahnten sich ihren Weg über teilweise steiles Gelände und erfassten einen 20-jährigen Snowboarder aus dem Bezirk Landeck, einen 49-jährigen Skifahrer aus Innsbruck und ein zwölfjähriges Kind aus Innsbruck. Diese drei Wintersportler gehörten nicht zusammen und befanden sich zum Zeitpunkt des Abgangs gerade im Hang. Alle drei Personen wurde teilweise bis zur Schulter verschüttet – es wurde aber zum Glück keiner komplett verschüttet. Sie konnten rasch ausgegraben werden.

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Zunächst wurde angenommen, dass der „Auslöser“ des Schneebrettes ebenfalls verschüttet worden war, da im Anriss Bereich eine eindeutige Skispur zu sehen war. Aufgrund dessen wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet, an der insgesamt 70 Einsatzkräfte und zwei Hubschrauber teilnahmen. Nachdem der Lawinenkegel mittels LVS-Gerät, Suchhunden, Sondierketten und dem „Recco-Gerät“ abgesucht worden war, konnte der Sucheinsatz gegen 13 Uhr abgebrochen werden. Alle drei teilweise verschütteten Personen blieben unverletzt. (TT.com)


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