Joe Exotic wurde nicht begnadigt: Netflix-Star wettert gegen Trump

Monatelang hofft der inhaftierte Joe Exotic darauf, von Donald Trump begnadigt zu werden. Kurz vor Ende seiner Amtszeit entlässt der tatsächlich noch einige Leute aus dem Gefängnis, doch ist der „Tiger King" nicht darunter. Das veranlasst den 57-Jährigen zu einem vorwurfsvollen Tweet.

Joe Exotic ist sauer, weil er in Haft bleiben muss.
© dpa

Washington – „Tiger King"-Star Joe Exotic wurde nicht wie von ihm und seinem Anwaltsteam erhofft von Ex-US-Präsident Donald Trump begnadigt. Der ehemalige Zoobesitzer meint, den Grund dafür zu kennen: „Ich war zu unschuldig und zu schwul, um eine Begnadigung von Trump zu verdienen", schreibt er provokant auf Twitter. Außerdem fühlt er sich offenbar von Trump ausgenutzt: „Ich war für Don Jr. nur von Bedeutung, wenn er einen Kommentar über mich machen musste, um seinen Social-Media-Post zu verstärken", mutmaßt Joe Exotic.

Schwer enttäuscht wendet sich der ehemalige Großkatzenhalter weiter an seine Follower: „Junge, waren wir alle dumm zu glauben, dass er tatsächlich für Gleichberechtigung steht? Stattdessen kamen all seine korrupten Freunde zuerst." Damit spielt er wohl unter anderem auf Trumps Begnadigung seines ehemaligen Chefstrategen Steve Bannon an. Unwahrscheinlich aber, dass Trump das alles lesen wird, wurde sein Twitter-Account von den Betreibern doch lebenslang gesperrt.

Rapper hatten mehr Glück

Zu den übrigen Begnadigten gehörten auch die Rapper Kodak Black und Lil Wayne, der sich im Wahlkampf an Trumps Seite gezeigt hatte. Dem 38-Jährigen drohten bis zu zehn Jahre Gefängnis, nachdem er sich im Dezember in Florida wegen illegalen Waffenbesitzes schuldig bekannt hatte. Kollege Kodak Black sitzt ebenfalls wegen illegalen Waffen- und Drogenbesitzes hinter Gittern.

Joe Exotic sitzt seit 2019 eine 22-jährige Haftstrafe ab, weil er laut Gericht jemanden beauftragt hat, seine Erzfeindin Carole Baskin zu ermorden. Bekannt wurde der ehemalige Betreiber eines Privatzoos mit Großkatzen durch die Netflix-Serie „Großkatzen und ihre Raubtiere", die im englischen Original den Titel „Tiger King: Murder, Mayhem and Madness" trägt. Schon mehrfach hatte er sich per Brief an Trump gewandt und um Begnadigung gebeten. Auch Kim Kardashian und Cardi B schrieb er an und bat sie darum, ihm zu helfen. Bislang blieb auch das ohne Erfolg. (TT.com, spot)

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