Silberberger nach LASK-Spektakel: "Den Sieg hätte uns keiner zugetraut"

Nach dem 13. Spieltag hat die WSG Tirol bereits sechs Siege auf dem Konto. Genau so viele konnte die Elf von Trainer Thomas Silberberger in der gesamten Vorsaison verbuchen. Dennoch tritt der Coach nach dem 4:2 beim LASK auf die Euphoriebremse.

Nikolai Baden Frederiksen fühlte sich an vorderster Front pudelwohl und traf gleich doppelt gegen den LASK.
© EXPA/REINHARD EISENBAUER

Innsbruck – Unverhofft kommt oft: So wie der WSG-Sieg am Sonntag beim LASK. Durch Treffer von David Gugganig (29.), Nikolai Baden Frederiksen (37., 41.) und Kelvin Yeboah (71./Elfmeter) feierte die Elf von Trainer Thomas Silberberger einen 4:2-Erfolg.

"Den Sieg hätte uns vor dem Spieltag keiner zugetraut. Ich selbst habe uns auch nicht zugetraut, dass wir in diesem Spiel die Tabellenposition (Anm. fünf) verbessern und den Vorsprung gegenüber unseren Konkurrenten ausbauen", gab der "Silbi" zu.

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Das hatte auch mit den Rahmenbedingungen zu tun. Aufgrund der Witterungsverhältnisse konnten die WSG-Kicker zuletzt fast nie auf Rasen trainieren. "Es war eine Wahnsinnswoche für einen Bundesligisten, ich habe mir gedacht, jeder Gebietsligist hat bessere Bedingungen als wir", erinnerte der 47-Jährige.

Umso besser lief es im Match, vor allem bei Juve-Leihgabe Frederiksen. Der 20-Jährige sprach von "einem meiner besten Spiele" im WSG-Dress. Die Position ganz vorne ist nach seinem Geschmack. "Da kann ich mehr vorne bleiben, und dass ich besser in der Offensive als in der Defensive bin, ist kein Geheimnis", sagte der Däne.

Silberberger warnt vor "trügerischer Tabelle"

Auch dank ihm haben die Tiroler mit sechs Siegen - zwei davon in der Fremde gegen Top-Vier-Teams (zuvor 3:0 bei Rapid) - schon jetzt so viele auf dem Konto wie in der vergangenen Saison, die man als Schlusslicht beendet hatte. Dort befindet sich die Admira, die wie der Vorletzte Altach zwölf Punkte weniger als die WSG hat. "Wir haben wieder ein Ausrufezeichen gesetzt und uns die Tabellenposition mehr als verdient, sprechen aber nicht vom Strich (Anm. Platz sechs/Meister-Runde). Das machen andere Clubs, wir definitiv nicht", betonte Silberberger.

Die Tabelle sei auch trügerisch. "Wenn heute die Punkteteilung wäre, wären es sechs Punkte Vorsprung, und wenn du dann ein direktes Duell verlierst, brennt es eh schon wieder lichterloh", weiß der Tiroler. Klassenerhalt fixieren, ist das große Thema. Dafür will man im Grunddurchgang den Vorsprung auf die beiden am schlechtesten klassierten Teams auf mehr als sechs Punkte (nach der Punkteteilung) ausbauen.

Die nächste Chance dazu gibt es bereits am Mittwoch. Dann ist Altach (18.30 Uhr/TT.com-Live-Ticker) im Tivoli zu Gast. (TT.com, APA)


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