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1-2-3-Ticket, Frauenquote und Corona-Einbußen: ÖBB-Chef Matthä im Interview

ÖBB-Chef Andreas Matthä spricht im Interview mit den Bundesländerzeitungen über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bahn und ein neues Mobilitätsverhalten. So werde wegen einer Besprechung niemand mehr von Wien nach Innsbruck fahren, meint er mit Blick auf den Videokonferenzen-Boom. Positiv äußert er sich zur Frauenquote in seinem Unternehmen.

ÖBB-Chef Andreas Matthä beim Videointerview mit den Bundesländerzeitungen.
© Andreas Scheiblecker

Regierung und Sozialpartner haben sich auf ein Homeoffice-Gesetz geeignet. Das Arbeiten von daheim aus wird also bleiben. Für die Bahn wird das weniger Passagiere bedeuten. Besorgt Sie das?

Andreas Matthä: Ich glaube, dass dadurch auf Dauer vor allem zu Spitzenzeiten weniger Menschen in den Zügen sein werden. Unser gesamtes Mobilitätsverhalten wird sich ändern. In der Pandemie sind mehr Menschen mit dem Auto unterwegs. Viele von ihnen werden sagen, das mache ich nimmer, die öffentlichen Verkehrsmittel sind bequemer. Jedenfalls wird niemand mehr wegen einer Besprechung von Wien nach Innsbruck fahren, jetzt wo sich die Videokonferenz durchgesetzt hat. Auch bei den ÖBB nicht.

Das 1-2-3-Ticket, das für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich gelten soll, ist in Arbeit. Wird es mehr Menschen motivieren, auf die Bahn umzusteigen?


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