Filip Pavlovic gewann „Dschungelshow", auch Glööckler und Cordalis 2022 dabei

Das RTL-Dschungelcamp aus Australien ist in diesem Jahr dem Coronavirus zum Opfer gefallen – umso sehnsüchtiger richten sich die Blicke auf 2022. Die ersten drei Plätze im nächsten Camp sind nach der Ersatz-Show nun vergeben. Auf die Kakerlaken kommt „Pompööses“ zu. Und ein Königssohn.

Von der „Bachelorette“ in den Busch: Reality-TV-Kandidat Filip Pavlovic hat sich einen Platz im RTL-Dschungelcamp 2022 gesichert. Nebenbei sicherte er sich auch noch 50.000 Euro Preisgeld.
© TVNOW / Stefan Gregorowius

Köln – Die Pritschen im Urwald füllen sich: Mit dem Reality-TV-Kandidaten Filip Pavlovic, dem „pompöösen“ Modeschöpfer Harald Glööckler und Costa Cordalis' Sohn Lucas stehen die ersten drei Kandidaten für das RTL-Dschungelcamp 2022 fest. Pavlovic, der sich bislang in Formaten wie „Die Bachelorette“ oder beim Promi-Boxen verdingt hatte, sicherte sich das Goldene Ticket nach Australien mit Schwerstarbeit, indem er in der Nacht zu Samstag die RTL-„Dschungelshow“ – das Ersatzformat für das reguläre Camp – gewann. Glööckler und Cordalis dagegen verkündeten ihre Teilnahme in aller Ruhe als Studio-Gast.

Alle drei sollen – so der Plan – es im kommenden Jahr mit Kakerlaken, Spinnen und Schlangen aufnehmen. Wann die weiteren Namen folgen, ist noch unklar. In diesem Jahr war das traditionelle Dschungelcamp wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Stattdessen gab es die „Dschungelshow“ aus dem wenig „urwaldigen“ Hürth bei Köln. Dem Sieger hatte RTL einen Platz in Australien versprochen. Oder wie es Moderator Daniel Hartwich formulierte: „Es ist wie bei Impfstoffen: Das Beste aus Deutschland geht erstmal ins Ausland.“

Würgeanfall bei der Essensprüfung

Das Voting war denkbar knapp: Am Ende zog Djamila Rowe den Kürzeren.
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Die meisten Zuschauerstimmen sicherte sich am Ende Pavlovic, der schon vorher mit seiner schnoddrigen Art („Digga?!“) viele Sympathiepunkte eingesammelt hatte. Die Adelung erfolgte im Finale durch Dschungelarzt Dr. Bob, der Filip als „Gentleman“ rühmte. Auf dem Weg zum Sieg wurde Pavlovic, der mit seiner Mutter zusammen eine Reinigungsfirma leitet, noch mal ordentlich auf seine Dschungeltauglichkeit abgeklopft. Eine Prüfung, bei der es galt, mit dem Mund Sterne abzudrehen, meisterte er bravourös – auch wenn er zwischenzeitlich besorgt fragte: „Kann man sich die Zunge brechen?“

Anders sah es aus, als der Hamburger einen starken Magen beweisen sollte und Kalbshirn mit „Stinke-Tofu“ und einer Grille zum Verzehr vorgesetzt bekam. Pavlovic würgte aufs Heftigste und umklammerte einen Kübel. Seine letzte verbliebene Konkurrentin, Reality-TV-Urgestein Djamila Rowe (53), kam allerdings auch nicht wirklich besser durch die Ekelprüfung.

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📊 Voting-Ergebnisse im Finale

Filip Pavlovic wurde im finalen Finale gegen Society-Lady Djamila Rowe ganz knapp mit 50,14 Prozent der Stimmen zum „König von Hürth" gekürt. Djamila Rowe erreichte 49,86 Prozent der Zuschauerstimmen.

Zuvor verteileilten sich die Werte im Vorfinale wie folgt: Society-Lady Djamila Rowe 31,87 Prozent, Bachelorette-Kandidat Filip Pavlovic 26,55 Prozent, Influencer Mike Heiter 21,60 Prozent und Prince Charming-Gewinner Lars Tönsfeuerborn 19,98 Prozent.

Die anderen beiden Finalisten, den „Prince Charming“-Gewinner Lars Tönsfeuerborn und den Reality-TV-Kandidaten Mike Heiter („Love Island“) hatten beide zuvor abgeschüttelt. Vor allem Heiter hatte sich allerdings sehr in Form gezeigt. Aus dem Nichts revolutionierte er die Technik zum Abdrehen von Sternen – statt seine Zunge zu nehmen, blies er sie behände mit dem Mund in die Rotation. Zudem führte er ein intensives Gespräch mit einer Schlange („Bist‘ Kollege? Bleib‘ ruhig.“), die einen Stern bewachte. Es half ihm aber nicht. Insgesamt waren in der Show zwölf Kandidaten angetreten, vor allem aus dem Reality-TV oder mit ruhenden Karrieren wie Schauspielerin Bea Fiedler (63, „Eis am Stiel 4 – Hasenjagd“).

Die erste Entscheidung: Mike Heiter (l.) und Lars Tönsfeuerborn (r.) scheiden zuerst aus.
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Zwischen Fußstapfen und PR

Großes hat Sänger Lucas Cordalis (53) vor: Er will in die Fußstapfen seines Vaters Costa treten, der im Jahr 2004 der allererste Dschungelkönig war. „Ich habe eigentlich immer gedacht: Ein König pro Haushalt reicht“, sagte Lucas Cordalis, der mit Reality-Star Daniela Katzenberger verheiratet ist. Aus Respekt vor seinem 2019 gestorbenen Vater habe er die Anfragen von RTL, auch in den australischen Dschungel zu reisen, bislang abgelehnt. Aber jetzt sei der Moment da. Auch seine gleichaltrige Schwiegermutter Iris Klein war schon Kandidatin in der Show. Seine Schwägerin, Katzenberger-Schwester Jenny Frankhauser, wurde 2018 Dschungelkönigin.

Wie der Vater, so der Sohn: 18 Jahre nach dem Sieg von Costa Cordalis wird sein Sohn Lucas (li.) 2022 ins RTL-Dschungelcamp ziehen. Und mit Harald Glööckler (re.) verspricht es eine pompööse Staffel zu werden.
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Harald Glööckler erklärte seine Beweggründe, in den Dschungel zu ziehen mit der Aufmerksamkeit, die er dadurch bekomme. „Es geht mir in erster Linie um PR. Weil ich brauche PR, damit es finanziell nicht schlecht wird“, erklärte der für seine opulente Optik bekannte Modemacher. Zudem sei er „ein Junge vom Land“ – er habe schon viele Ratten in seinem Leben gesehen. Als die Anfrage gekommen sei, habe er daher gedacht: „Jetzt sitzt du hier in der Kälte. Kannst du auch im Dschungel sitzen. Da sehen dich sechs bis acht Millionen.“ Allerdings bekannte er: „Eigentlich habe ich jetzt die Hosen schon voll, wenn ich daran denke.“

Nur zwei Millionen schalten Finale ein

Die Dschungelcamp-Ersatzshow hat beim Finale nur etwa ein Drittel der Quote vom letzten Jahr geholt. Im Schnitt schalteten ab 22.45 Uhr 2,16 Millionen ein (10,6 Prozent) und sahen, wie sich Filip Pavlovic bei „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ gegen die Konkurrenz durchsetzte. 2020 hatten das Finale der RTL-Show aus Australien an einem Samstagabend etwa 6,2 Millionen verfolgt, davor das Jahr etwa 6,4 Millionen. (dpa, TT.com)


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