Regierungschef Vietnams im Amt bestätigt: Kampf gegen Korruption versprochen

Die Regierung unter Nguyen Phu Trong schreibt sich weiter den Kampf gegen Korruption auf die Fahnen. Damit der 76-Jährige weiter die Staatsgeschäfte führen kann, mussten indes eigens die Regeln geändert werden.

Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams Nguyen Phu Trong.
© NHAC NGUYEN

Hanoi – In Vietnam hat der im Amt bestätigte Generalsekretär der Kommunistischen Partei zugesichert, Korruption in den eigenen Reihen zu bekämpfen. "Wir haben uns Millionen US-Dollar zurückgeholt", sagte Nguyen Phu Trong am Montag zum Ende des einwöchigen Parteitags der Kommunistischen Partei. "Wir werden den Kampf gegen die Korruption fortsetzen."

Der 76-Jährige, der am Sonntag für eine dritte Amtszeit bestätigt worden war, ist bereits in den vergangenen Jahren gegen Korruption innerhalb der Partei vorgegangen. Mehrere hochrangige Funktionäre wurden festgenommen und zwei Mitglieder des Politbüros aus der Partei ausgeschlossen.

Vietnam ist ein Einparteienstaat. Der alle fünf Jahre stattfindende Parteitag gilt als wichtigstes politisches Ereignis in dem südostasiatischen Land. Unter anderem wird bei dem Treffen über die wichtigsten politischen Ämter entschieden. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei ist der mächtigste Mann im Staat. Damit Nguyen Phu Trong diese Funktion erneut übernehmen konnte, musste der Kongress zunächst die Regeln ändern – denn eigentlich war er zu alt dafür.

Durch die Corona-Pandemie ist das Land am Mekong dank extrem strikter Maßnahmen bisher glimpflich gekommen: Offiziell wurden rund 1.800 Infektionen und 35 Tote verzeichnet. Seit Ende vergangener Woche hat es im Norden des Landes aber eine Häufung neuer Fälle gegeben. Nachdem das Virus erstmals seit sechs Monaten auch wieder in der Hauptstadt Hanoi aufgetaucht ist, sind dort unter anderem Schulen, Bars und Karaoke-Lokale von Montag an geschlossen. (APA, dpa)


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