WSG-Coach Silberberger: "Können uns oberhalb des Strichs einzementieren"

Mit dem 2:2 bei der Austria hielten die Wattener den ersten Konkurrenten um einen Platz in der Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga auf Distanz.

WSG-Coach Thomas Silberberger fuhr nicht mit leeren Händen aus Wien zurück nach Wattens.
© GEPA pictures/ Christian Moser

Wien - Bei der WSG Tirol ist die von Trainer Thomas Silberberger erhoffte Post noch nicht abgefahren, die Kutsche steht aber schon parat. Mit dem 2:2 bei der Austria hielten die Wattener den ersten Konkurrenten um einen Platz in der Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga auf Distanz. Sechs Zähler liegen bei sieben ausstehenden Runden im Grunddurchgang zwischen dem Fünften aus Tirol und dem Siebenten aus Wien. Dazwischen holte auch der WAC mit dem Sieg in St. Pölten wichtige Zähler.

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"Wir haben alles beim Alten gelassen, auf St. Pölten Punkte gut gemacht. Die Post kann jetzt eben am nächsten Spieltag abgehen. Dann können wir den nächsten Schritt setzen, dass wir uns einzementieren oberhalb des Strichs", sagte Silberberger am Sonntag nach dem turbulenten, für den 47-Jährigen "lässigen" Remis in Wien. In eineinhalb Wochen (9. Februar) gastiert die WSG auswärts in Hartberg, die Austria tritt tags darauf in Salzburg an.

Für die Violetten ist es dann schon Teil zwei der Duelle mit dem nationalen Dominator. Am kommenden Samstag gastieren sie im ÖFB-Cup-Viertelfinale ebenfalls in Wals-Siezenheim. Peter Stöger meinte zu den anstehenden Aufgaben: "Unser Wunschszenario ist es nicht. Aber manche Sachen kannst du dir nicht aussuchen." Immerhin will die Austria ungeachtet der Partien gegen den Titelverteidiger danach noch einmal angreifen. "Dann gibt es eine Phase, wo es noch einmal ins Eingemachte geht", meinte Stöger zu wissen.

Für den Coach der Austria endete die Partie mit einer zwiespältigen Bilanz. Stöger sprach mit Blick auf die Tabelle von einem "Rückschritt", führte aber auch an, dass sein Team aus den vier Runden der Rückrunde immerhin acht Zähler geholt habe. "Wenn ich sehe, wie wir spielen, bin ich zufrieden. Weil es anders aussieht als im Herbst", betonte er. Stöger gab sich einmal mehr als Realist: "Wenn wir jetzt das dritte Spiel in Folge gewonnen hätten, wäre das nach Jahren wieder der Fall gewesen im Grunddurchgang."

Für das Betreuerteam der Austria war die Partie wie eine Hochschaubahn. Der frühen Führung durch Eric Martel (7.) folgten verletzungsbedingte Wechsel von Thomas Ebner und der deutschen Leipzig-Leihgabe. Martel wird Montag noch einmal untersucht, befürchtet wurde ein Bänderriss im Sprunggelenk und damit eine lange Pause. Wattens schlug nach Seitenwechsel durch Tore von Nikolai Baden Frederiksen (61.) und Raffael Behounek (85.) zurück, ehe Benedikt Pichler (87.) fast postwendend der Endstand gelang. Im Finish sah noch Markus Suttner Gelb-Rot, er fehlt der Austria damit im nächsten Ligaspiel.

Aufregung herrschte außerdem bei einer Elfersituation im Wattener Strafraum bei einem offensichtlichen Handspiel von Benjamin Pranter. Schiedsrichter Oliver Drachta hatte in der Szene gutes Blickfeld, gab aber keinen Elfmeter. Dafür war Pichler - wie auch Stöger anmerkte - bei seinem Treffer knapp im Abseits. Der Austria-Trainer unterhielt sich nach Abpfiff länger mit Drachta, bemühte sich danach aber, sachlich zu bleiben. "Es gibt viele Situationen, über die man sich ärgert. Aber es ist halt so", sagte Stöger. (APA)


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