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90 Jahre Natterer See: Von der sauren Wiese zum Luxus-Camping

Der Natterer See ist Magnet für internationale Campingtouristen und heimische Badegäste. Vor 90 Jahren begann alles mit einem mutigen Visionär. Jetzt wurde der Platz ausgezeichnet.

Josef Giner eröffnete 1930 den Natterer See, auf dem Bild ist er in einem Boot (im Vordergrund) zu sehen.
© Ferienparadies Natterer See

Von Andrea Wieser

Diese Geschichte handelt von Glamour. Ihr Anfang hat damit jedoch wenig zu tun. Es ist ein weiter Weg von Josef Giner, der 1928 aus Thaur auszog, bis zu Georg Giner, der heute in Natters das Ferienparadies Natterer See betreibt.

Als vor bald hundert Jahren Josef Giner den elterlichen Hof in Thaur verließ, um sich in Natters niederzulassen, hatte er eigentlich keine andere Wahl. Er war ein „Weichender“, ein Begriff für jene, die auf den Höfen nicht bleiben konnten, weil ältere Brüder das Zepter schon übernommen hatten. „Die Bauernschaft in Natters war ein kleiner Aussiedlerhof“, erzählt Georg Giner heute aus der Familienchronik. Dazu gehörte eine Parzelle in einer Senke abseits des Dorfes. Ein Stück so genannte saure Wiese. Sumpfig, kaum zu bewirtschaften.


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