Lüften im Lockdown: Wenn der Schimmel an den Wänden wiehert

Ein Viertel der Österreicher kämpft laut Umfrage zuhause mit Schimmel, Altbauten sind häufiger betroffen. Corona hat keine Auswirkungen auf das Lüftungsverhalten.

Schimmel ist nicht nur in feuchten Räumen, wie WC und Bad zu finden, sondern auch in den klassischen Wohnräumen.
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Wien – Zu Zeiten von Corona und dem damit verbundenen Home Office rückt ein gesundes Wohn- und Arbeitsklima in den eigenen vier Wänden vermehrt in den Fokus. Küchendunst, abgestandene Luft und Schimmelbefall in der Wohnung erschweren es den Österreichern aber sich wohlzufühlen, zeigt eine Umfrage von Marketagent mit 1000 Teilnehmern, im Auftrag von Umidus. Die Lösung für die meisten klimatischen Probleme wäre dabei denkbar einfach: richtiges Lüftungsverhalten.

Laut Umfrage ist für die Österreicher Küchendunst (42,8 Prozent) in den eigenen vier Wänden besonders unangenehm, gefolgt von abgestandener Luft (38,5 Prozent) und trockener Luft (38,2 Prozent). Danach folgt Schimmel, der für 24,5 Prozent der Befragten ein Problem ist. "Das Bewusstsein für Schimmel ist damit in der Bevölkerung angekommen", sagte Thomas Bernd, Sales Manager von Umidus. Schimmel sei dabei aber nicht nur in feuchten Räumen, wie WC und Bad zu finden, sondern auch in den klassischen Wohnräumen. Altbauten sind häufiger betroffen als Neubauten, "das könnte mit der geringeren Raumgröße in älteren Wohnungen zu tun haben", sagte Peter Tappler, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger bei Innenraumanalytik. Wichtig sei es regelmäßig zu lüften und "die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren, denn Schimmel braucht es feucht, um wachsen zu können".

Wird in den eigenen vier Wänden Schimmelbefall festgestellt, wählen Herr und Frau Österreicher übrigens durchaus klassische Gegenmaßnahmen: Etwa die Hälfte der Befragten lüftet häufiger und intensiver (51,1 Prozent), kauft im Baumarkt Schimmelspray (41,5 Prozent) oder konsultiert einen Experten (28,8 Prozent). Immerhin 1,2 Prozent ergeben sich ihrem Schicksal und würden nichts gegen den Schimmel unternehmen. Die Corona-Pandemie und das damit verbundene Bewusstsein, dass das Virus besonders in Innenräumen übertragen wird, hat, laut Befragung, zu keiner Veränderung des Lüftungsverhaltens geführt. "Nach wie vor lüften 90 Prozent mindestens ein Mal täglich", so Tappler. (APA)

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