ÖSV-Herren wollen den "Super Thursday" bei der WM gleich vergolden

Angeführt vom zweifachen Saisonsieger Vincent Kriechmayr stehen Österreichs Speed-Herren beim Super-G am Donnerstag (13.00 Uhr/live TT.com-Ticker) ganz oben auf der Favoritenliste. Auf der WM-Strecke Vertigine betreten die Ski-Asse Neuland.

Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer standen zuletzt im Weltcup gemeinsam auf dem Super-G-Podest. Dürfen die ÖSV-Asse auch am Donnerstag bei der WM jubeln?
© JOE KLAMAR

Cortina d'Ampezzo – Edelmetall gegen die Jammerei - das ist der Plan. Nach drei Tagen Wettkampf-Flaute wegen Wetterkapriolen soll die alpine Ski-WM in Cortina mit dem "Super Thursday" so richtig beginnen. Sowohl der Super-G der Herren als auch jener der Damen ist am Donnerstag angesetzt. Österreich hat in der Disziplin gute Chancen, die Hoffnungen tragen vor allem Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer. "Hoffentlich machen einer oder zwei eine Medaille", meinte ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher.

Super-G-Siege bei den zwei jüngsten Weltcup-Stationen in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen haben Kriechmayr in eine Favoritenrolle gehievt, die er auch annimmt. Der Oberösterreicher führt in der Disziplinwertung und verteidigt zudem die Silbermedaille, die er 2019 in Aare in der Disziplin gewann. Weltmeister war der Südtiroler Dominik Paris.

📊 Die wichtigsten Infos zum WM-Super-G der Herren

  • ÖSV-Team für Cortina: Vincent Kriechmayr, Matthias Mayer, Christian Walder, Max Franz
  • Stand im Super-G-Weltcup nach fünf Rennen: 1. Vincent Kriechmayr (AUT) 341 Punkte - 2. Matthias Mayer (AUT) 240 - 3. Mauro Caviezel (SUI) 225
  • WM-Ergebnis 2019 in Aare: 1. Dominik Paris (ITA) - 2. ex aequo Vincent Kriechmayr (AUT) und Johan Clarey (FRA). Weiter: 20. Daniel Danklmaier. Ausgeschieden: Matthias Mayer, Hannes Reichelt (alle AUT)
  • Olympia-Ergebnis 2018 in Pyeongchang: 1. Matthias Mayer (AUT) - 2. Beat Feuz (SUI) - 3. Kjetil Jansrud (NOR). Weiter: 6. Vincent Kriechmayr - 11. Hannes Reichelt - 17. Max Franz (alle AUT)

Diese Erfahrungen - in Schweden gewann er auch Bronze in der Abfahrt - würden ihm nun helfen, sagte Kriechmayr. "Ich weiß zumindest, was es braucht, um um die Medaillen mitzufahren." Allen voran sind eine große Portion Risiko und das Ausreizen des individuellen Limits für den 29-Jährigen entscheidend. "Man muss wirklich das Herz in die Hand nehmen und das Letzte riskieren", betonte er. Keiner würde sich in einem WM-Rennen Reserven lassen. "Bitterer wäre, wenn ich es verschlafen würde."

Die WM-Strecke Vertigine ist neu, wurde bisher nur bei den italienischen Meisterschaften vor zwei Jahren befahren. Der Super-G hätte ursprünglich am Dienstag ausgetragen werden sollen, wurde jedoch frühzeitig auf Donnerstag (13.00 Uhr/live TT.com-Ticker) verschoben, da der Zustand der Piste nach heftigen Schneefällen ein Rennen noch nicht zuließ. Am Dienstag hatten die Herren aber zumindest die Möglichkeit für eine erste Besichtigung der Strecke. Das, was der Nebel vom Hang freigab, kam bei den Österreichern gut an.

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"Interessanter als ich mir eigentlich vorgestellt habe"

"Es ist ein interessanter Hang. Interessanter als ich mir eigentlich vorgestellt habe nach den Erzählungen, die man so gehört hat", sagte Puelacher. "Oben ist ein sehr technischer Teil, dann gibt es einmal einen mittelsteilen Teil, dann kommt ein Sprung, der sehr speziell sein wird, denke ich. Und dann zwei Querfahrten, einmal nach rechts und einmal nach links. Es ist schon anspruchsvoll für die Athleten. Nur der untere Teil ist natürlich nicht so anspruchsvoll, das ist eher eine Gleiterpartie." Bei den zahlreichen Wellen und Übergänge könne man viel Zeit gewinnen, aber auch verlieren.

Der Tiroler weiß um die Stärker seiner Mannschaft in der Disziplin: "Wenn man unsere Platzierungen anschaut, die wir im Weltcup gefahren sind, wir haben drei am Podium gehabt, da sind wir gut aufgestellt." Mayer war Dritter in Kitzbühel und Zweiter in Garmisch, Christian Walder fuhr in Val d'Isere auf den dritten Platz. Max Franz war zuletzt immerhin Garmisch-Sechster und sicherte sich so noch sein WM-Ticket. "Trotzdem beginnt das Rennen bei Null, wir müssen voll konzentriert bleiben." (APA)

📆 Der aktuelle Renn-Kalender für die WM in Cortina:


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