Anwalt beteuert in Zoom-Anhörung: „Ich bin keine Katze“

Ein Anwalt in Texas hat versehentlich mit einem Katzenfilter an einer Online-Anhörung teilgenommen – und ist an der Technik hörbar verzweifelt. Das Video wurde zum Internet-Hit.

Die Panne des Anwalts wurde zum Hit im Netz.
© Screenshot YouTube

Innsbruck – Die moderne Technik und ihre Tücken: Ein Anwalt aus dem US-Bundesstaat Texas sorgt derzeit mit einem Missgeschick im Netz für Erheiterung. Bei einer via Zoom-Call virtuell abgehaltenen Gerichtsanhörung hatte der Jurist Rod Ponton irrtümlich einen Babykatzen-Videofilter aktiviert.

„Mr. Ponton, ich glaube, Sie haben einen Filter in den Video-Einstellungen eingeschaltet. Vielleicht wollen Sie ...“, macht Richter Roy Ferguson den Anwalt auf das Missgeschick aufmerksam. Die Augen der Katze – Pontons Augen – wandern hilflos über den Bildschirm. „Aaaah... Können Sie mich hören, Herr Richter? Ich weiß nicht, wie man das wegmacht.“ Seine Assistentin versuche bereits, den Filter zu entfernen, sagt Ponton und versichert, hörbar verzweifelt: „Ich bin live hier, ich bin keine Katze“. „Das sehe ich“, antwortet der Richter.

Gegenüber CNN erklärte der Rechtsvertreter später, er habe für die Anhörung den Computer seiner Assistentin genutzt. Entweder diese oder ihre Tochter hätten bei einem vorherigen Anruf den Videofilter aktiviert, der die Mimik in Echtzeit anpasst.

📽️ Video | Anwalt in Zoom-Anhörung als Katze zu sehen

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Richter Ferguson postete ein Video des flauschigen Fauxpas auf Twitter – versehen mit einem augenzwinkernden Warnhinweis. „Wichtiger Zoom-Tipp: Wenn ein Kind euren Computer benutzt hat, überprüft vor der Teilnahme an einer virtuellen Gerichtsanhörung die Zoom-Videooptionen und stellt sicher, dass alle Filter ausgeschaltet sind. Dieses Kätzchen hat gerade eine offizielle Ankündigung zu einem Fall gemacht“, schrieb Ferguson dazu. Das Video der ungewöhnlichen Anhörung ging im Nu viral.

Anfangs sei er etwas verärgert gewesen, sagte Anwalt Ponton. Inzwischen könne er aber über seinen Auftritt lachen: „Wenn ich dafür sorgen kann, dass das Land in diesen schwierigen Zeiten etwas zum Schmunzeln hat, dann darf das gern auf meine Kosten stattfinden.“ (TT.com)


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