WM im Eiskasten von Altenberg als krönender Saisonabschluss für Flock?

Janine Flock nimmt in Altenberg ihre dritte WM-Medaille ins Visier. Die Gesamtweltcupsiegerin der laufenden Saison weiß, worauf es in den vier Läufen ankommt und arbeitete zuletzt auch mit einem Sportpsychologen.

Den Erfolg im Visier: die Rumer Skeleton-Pilotin Janine Flock.
© gepa

Altenberg –Zwei Wochen nach Fixierung ihres zweiten Weltcup-Gesamtsieges geht es für Skeleton-Pilotin Janine Flock am Donnerstag und Freitag (jeweils 9.00 Uhr, live ORF Sport +) um ihre dritte Einzel-WM-Medaille. 2016 hatte sie in Igls Silber geholt, 2020 in Altenberg Bronze. Genau dort geht es nun wieder um WM-Ehren. Das bei eiskalten Bedingungen, wie sie derzeit in vielen Teilen Deutschlands herrschen. Titelverteidigerin ist die Deutsche Tina Hermann, Flock lag 2020 1,21 Sek. zurück.

Und zwar nach vier Läufen, wie es bei WM und Olympia üblich ist. Mit dieser Besonderheit hat sich die 31-Jährige bisher noch nicht ganz anfreunden können, so fiel sie bei Olympia 2018 nach starkem dritten Lauf und Führung in der Entscheidung auf Position vier zurück. Die WM-Konkurrenz ist für sie nun gewissermaßen auch ein Test für die Spiele 2022. "Mit Olympia und der WM habe ich noch Rechnungen offen. Dort waren immer meine dritten Läufe die besten", bestätigte Flock.

Daran habe sie mit ihrem Sportpsychologen gearbeitet. "Es geht darum, konstant vier gute Läufe ins Ziel zu bringen, dann fährt man um Medaillen mit." Die Schlüsselstellen sind für Flock die Kurve vier und der Kreisel. "Auch der lange Start wird eine Challenge für mich." Sonst gelte es neben Hermann deren Landsfrau Jacqueline Lölling und Europameisterin Jelena Nikitina in den Griff zu bekommen, das sind die weiteren Medaillenkandidaten. Die Tirolerin stand freilich in jedem Saisonrennen auf dem Podest.

Skeleton-Herren backen kleinere Brötchen

Für eine zusätzliche Herausforderung sorgen die Temperaturen. "Es hat minus 17 Grad, die Eistemperaturen von minus elf Grad sind auf dieser Bahn auch sehr ungewöhnlich", stellte die Heeressportlerin fest. "Die Kälte macht es diesmal etwas schwieriger, das passende Equipment zu finden. Wir brauchen brutal scharfe Kufen, um Grip zu bekommen und eine Linie finden zu können. Ich bin froh, dass ich mir im Training schon ein paar Stellen gut erarbeiten konnte."

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Im Männer-Bewerb ist Skeleton Austria durch Samuel Maier und Florian Auer vertreten. "Entscheidend ist, dass die beiden Burschen vier konstante Läufe runter bringen", sagte Nationaltrainer Walter Stern. Nach den Eindrücken des Trainings sei für Maier ein Top-Ten-Platz möglich, "eventuell auch unter den besten acht", meinte der Coach. (APA)


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