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Kristian Ghedina: „Die Leute brauchen das Spektakel“

Kitz-Sieger Kristian Ghedina war eine der schillerndsten Figuren im Sport. In seiner Skischule in Cortina spricht der 51-jährige Italiener über Corona-Krise, fehlende Typen, den Tod seiner Mutter und sein Leben als „Jungpapa“.

Mit diesem Sprung ging Kristian Ghedina in die Geschichtsbücher ein: 2004 machte der Italiener beim Zielsprung von Kitzbühel bei über 140 km/h seine legendäre Grätsche.
© AP

Herr Ghedina, Sie können nicht durch Cortina gehen, ohne dass Sie jeder kennt. Und kaum einer kennt den Ort so gut wie Sie – wie wichtig ist diese WM für den Ort in der Corona-Pandemie?

Kristian Ghedina: Diese WM ist perfekt für uns. Ebenso wie die Olympischen Spiele 2026. Wir brauchen dringend eine Renovierung der Stadt und der Hotels. Ein bisschen etwas haben wir schon gemacht, aber es braucht noch viel mehr. Cortina ist eines der schönsten Skigebiete der Welt. Wir haben ein großes Tal, schöne Berge. Aber leider haben wir zu wenig für die Touristen gemacht. Mit der WM wurde etwas gemacht bei den Liften und an den Strecken, aber wir müssen noch viel arbeiten.

Im Vorfeld der WM hieß es, man habe insgesamt 90 Millionen Euro in Cortina investiert. Sie haben selbst eine Skischule und ein Gasthaus hier. Wie schwer treffen die Region die Auswirkungen der Corona-Pandemie?


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