Bitcoin-Kurs knackte erstmals runde Marke von 50.000 Dollar

Nachdem der Elektroautohersteller Tesla zuletzt angab in Bitcoin zu investieren und sogar als Zahlungsmittel zu akzeptieren, stieg der Kurs der Cryptowährung um knapp 5 Prozent an und knackte damit erstmals die 50.000 Dollar Marke.

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Symbolbild.
© APA/AFP/KAREN BLEIER

Frankfurt am Main – Der Bitcoin-Höhenflug hat die Digitalwährung am Dienstag erstmals in ihrer Geschichte über die Marke von 50.000 US-Dollar getrieben. Auf der Handelsplattform Bitstamp stieg der Kurs zuletzt um knapp fünf Prozent auf 50.331 Dollar (41.496,41 Euro).

Seit Monaten im Höhenflug

Der Bitcoin befindet sich seit Wochen und Monaten im Höhenflug, der sich zuletzt noch einmal beschleunigte. Allein seit Weihnachten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Seit dem Spätsommer sogar verfünffacht. Beflügelt wurde der Kurs zuletzt vor allem durch den Hersteller von Elektroautos, Tesla. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert und beabsichtigt, die Digitalwährung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Das weckt die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen folgen könnten, was die Akzeptanz von Bitcoin steigern würde.

So scheint auch das Kreditkartenunternehmen Mastercard dem Kryptogeld nicht mehr abgeneigt. So hatte Raj Dhamodharan, zuständig bei Mastercard für digitale Vermögenswerte, vergangene Woche in einem Blog geschrieben, dass der Konzern Transaktionen mit ausgesuchten Kryptowährungen erlauben wolle. Darüber hinaus stehe man in engem Kontakt mit Zentralbanken, die an eigenen Digitalwährungen arbeiten.

Und auch immer mehr professionelle Investoren schielen auf die Digitalwährung. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, erwägt auch ein auf Wachstumswerte ausgerichteter Investmentarm der US-Bank Morgan Stanley den Bitcoin auf die Liste möglicher Investments zu setzen.

Befeuert wird der Kryptowährungs-Boom aber auch nicht zuletzt durch die Geldschwemme der Zentralbanken und wichtiger Industriestaaten. In der Coronakrise haben die Notenbanken ihre ohnehin schon lockere Geldpolitik noch wesentlich großzügiger ausgestaltet.

Die Staaten stützen Verbraucher und Unternehmen durch hohe Ausgaben, was die staatliche Schuldenlast stark steigen lässt. Aus dieser Entwicklung könnte eine erhöhte Inflation resultieren, die traditionelle Währungen entwerten würde. Einige Anleger fragen daher verstärkt alternative Anlagen wie Digitalwährungen nach. (APA/dpa-AFX)


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