Ebola: Arznei und Impfstoff auf dem Weg nach Guinea und Kongo

Um Ebola-Patienten behandeln zu können, müssen Ärzte Ganzkörper-Schutzausrüstung tragen (Symbolfoto).
© CELLOU BINANI

Conakry, Kinshasa – Die Behörden im westafrikanischen Guinea und im zentralafrikanischen Kongo kämpfen mit Hochdruck gegen neue Ebola-Ausbrüche. Guinea habe bisher sieben Fälle gemeldet, im Osten Kongos seien es inzwischen vier Fälle, berichtete eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf. Die beiden Ausbrüche seien unabhängig voneinander. Die Regionen sind rund 4000 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt.

Die Gesundheitsbehörden in beiden Regionen seien erfahren im Umgang mit der hochansteckenden Krankheit, sagte die WHO-Sprecherin. Deshalb bestehe die Hoffnung, dass eine größere Ausbreitung verhindert werden kann. In Guinea seien drei Menschen an der Infektion gestorben, im Kongo zwei. Eine Ebola-Infektion führt meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen und ist lebensgefährlich.

In Guinea hätten die Behörden 115 Kontakte der Infizierten identifiziert und überwachten deren Gesundheit, im Kongo seien es etwa 400 Kontakte, sagte die WHO-Sprecherin. Sowohl Impfstoffe als auch Medikamente, die sich bei früheren Ausbrüchen als effektiv erwiesen haben, seien auf dem Weg in die Regionen.

Beim letzten Ausbruch in Westafrika infizierten sich zwischen 2014 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28.000 Menschen, mehr als 11.000 starben. Im Osten Kongos war ein größerer Ausbruch mit etwa 2300 Toten im Juni 2020 nach fast zwei Jahren für beendet erklärt worden. (APA/dpa)


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