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Reise in einen geheimnisvollen Garten im mexikanischen Dschungel

Im mexikanischen Dschungel, in einer Region, die man am besten mit dem Boot erkundet, hat ein Schotte einen zauberhaften Garten bauen lassen.

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In das Betonschloss wollte Edward James irgendwann einziehen. Im riesigen Komplex sind unzählige Skulpturen verteilt.
© Florian Sanktjohanser

Der reiche Exzentriker wählte den Ort für sein Turmhaus weise – mit Blick auf Wasserfall und Urwaldberge. Acht Stockwerke hoch sollte sein Refugium im Dschungel Mexikos am Ende sein und die oberste Etage von einer Glaskuppel gekrönt, damit Edward James nachts aus dem Bett die Sterne sehen könnte. Dazu kam es nie. Das Turmhaus blieb unvollendet, so wie die meisten der drei Dutzend Bauwerke im Skulpturengarten Las Pozas. Doch allein die Ruine ist zauberhaft. Bromelien wuchern auf Tulpensäulen, ein Morphofalter flattert zwischen gotischen Spitzbögen hindurch. Man spaziert vorbei an Füllhörnern und bemalten Blütenkelchen, aus Beton gegossen wie die Schirmdächer, die an balinesische Tempel erinnern.


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