RB Leipzig fühlt sich für den Titelkampf gegen die Bayern bereit

Nach den Patzern der Münchner liegen die "Bullen" in der Tabelle nur noch zwei Punkte zurück. RB-Kapitän Marcel Sabitzer sieht nach seinem Traumtor in Berlin keinen Grund für Understatement.

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Marcel Sabitzer gibt die Richtung in Leipzig vor.
© ANNEGRET HILSE

Leipzig - Wenn es ernst wird, schwächeln alle Möchtegern-Jäger von Bayern München. Dieses harsche, aber zutreffende Urteil will RB Leipzig in dieser Saison der deutschen Fußball-Bundesliga endlich widerlegen. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann verspricht einen spannenden Titelkampf bis zum Schluss.

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Nach dem 1:2 der Bayern gegen die von Adi Hütter betreute Frankfurter Eintracht und dem 3:0-Sieg gegen Hertha ist RB Leipzig dran an den Bayern. Und die Lust auf die neu entbrannte Titeljagd ist nicht zu überhören. Auch RB-Kapitän Marcel Sabitzer sieht nach seinem Traumtor in Berlin keinen Grund für Understatement. "Für uns hat es geheißen, dran zu bleiben, wirklich da zu sein, wenn sie mal schwächeln. Jetzt haben wir die Punkte aufgeholt, jetzt sind es noch zwei", sagte der Österreicher.

Sabitzer hatte am Dienstag in der Champions League gegen Liverpool (0:2) gepatzt und gab am Sonntag die erhoffte Antwort. Der ÖFB-Teamstürmer traf in der 28. Minute per Fernschuss. Es war sein zwölftes Tor aus der Distanz, seit seinem Bundesliga-Debüt im August 2016 hat laut Kicker-Statistik kein anderer Spieler öfter per Weitschuss getroffen. "Das war die Reaktion, die ich erhofft hatte", freute sich Nagelsmann. "Er war sehr ballsicher, hat viele gute Aktionen eingeleitet", lobte der Trainer seinen Kapitän.

Nagelsmann hatte den dezenten, aber bestimmten Duktus zur Bayern-Jagd vorgegeben, unaufgeregt, aber mit einer klaren Zielsetzung. "Am Ende habe ich schon den Anspruch, dass sich ein Team innerhalb eines Jahres entwickelt, und ich glaube, wir haben uns in allen Bereichen entwickelt. Die sollte weiter gehen, die Entwicklung. Dann kann es eine gute Saison werden", sagte der RB-Coach.

Er lobte vor allem die neue defensive Stabilität. "Ich glaube, dass wir variabler geworden sind. Der große Unterschied ist, dass wir insgesamt besser verteidigen", sagte der 33-Jährige, wohl wissend, dass Titel oft in der Abwehr gewonnen werden.

Nach der 22. Runde der Vorsaison waren die Bayern sogar nur einen Zähler vor RB, doch das Momentum war damals ein anderes. Aus vier Punkten Vorsprung war nach der Saisonhalbzeit schnell ein Rückstand geworden. Jetzt hat Leipzig sich zwar eine bittere 0:2-Niederlage gegen Liverpool geleistet, aber den Rückstand auf die nach ihrem Katar-Trip aus dem Tritt geratenen Bayern innerhalb von zwei Spieltagen von sieben Punkten Rückstand auf zwei reduziert.

"Wenn wir fokussiert sind und in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze kommen, dann kann es ein spannender Kampf bis zum Ende werden, aber ich weiß auch, dass harte Wochen vor uns sind", sagte Sabitzer. Schon am Samstag wartet mit Borussia Mönchengladbach ein angeschlagener und somit unangenehmer Kontrahent. (APA/dpa)


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