Brenner-Transit: Italienische Frächter beklagen Kosten der Abstriche

Ab Dienstag müssen italienische Lkw-Fahrer bei der Überquerung des Brenners 40 Euro für einen Corona-Test in Sterzing ausgeben. Das sorgt beim italienischen Frächterverband Conftrasporto für Aufregung.

  • Artikel
  • Diskussion
Die Kosten für Covid-Tests sorgen am Brenner für Unmut.
© Böhm

Rom, Bozen – Der italienische Frächterverband Conftrasporto kritisiert, dass italienische Lkw-Fahrer, die den Brenner überqueren müssen, ab Dienstag 40 Euro für den Anti-Covid-Test in Sterzing in Südtirol ausgeben müssen. "Die Pflicht für Lkw-Fahrer, sich Tests zu unterziehen, ist eine weitere Hürde für den freien Warenverkehr und ein schwerer Schaden für Italiens bereits belastetes Wirtschaftssystem", so Conftrasportos Präsident Paolo Uggé in einer Presseaussendung am Dienstag.

Der Verband forderte, dass auch Italien aus Tirol kommende Lkw-Fahrer testen soll und forderte die italienische Regierung auf, Druck auf die EU-Kommission gegen Österreichs Transitmaßnahmen auszuüben. "Seit Jahren zwingt uns Österreich Einschränkungen beim Lkw-Verkehr auf", kritisierte Uggé.

Dabei sei der Brenner die Brücke zwischen Italien und dem restlichen europäischen Markt. 4,5 Millionen Lkw überqueren jährlich den Brenner. "Für jede Stunde Verspätung bei der Überquerung des Brenner-Passes entstehen Verluste für Italien", so der Conftrasporto-Präsident.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte