US-Forscher stellten fest: Zu viel Augenkontakt ermüdet Zoom-User

Reizüberflutung, zu wenig Bewegung, sich ständig selbst sehen: Diese Faktoren führen unter anderem dazu, dass Zoom-Nutzer oft schnell ersschöpft sind. Ein paar einfache Tipps schaffen Abhilfe.

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Stanford/Wien – Nutzer der Videokonferenz-App Zoom sind oft schnell erschöpft, weil sie zu viel intensiven Augenkontakt mit anderen haben. Andere Gründe für die Ermüdung sind die Tatsache, dass sich Anwender ständig selbst sehen, die mangelnde Mobilität während eines Calls sowie die Reizüberflutung durch die Vielzahl an Gesprächspartnern. Das haben Forscher an der Stanford University festgestellt.

Zahl der Teilnehmer reduzieren, Vollbildmodus vermeiden

„Eine große Zahl gleichzeitiger Teilnehmer ist ein weiterer Grund für die Erschöpfung bei Video-Calls. Anwender müssen dadurch mit einer Flut von Reizen zurechtkommen. Hier besteht ein großer Unterschied zu einem Meeting in einem physischen Raum. Die Anzahl der Teilnehmer zu reduzieren, kann hierbei helfen. Außerdem sollten User vor allem im Arbeitsleben nicht zu viele Angelegenheiten auf Zoom regeln", so Psychotherapeut Christian Asperger.

Studienautor Jeremy Bailenson hat in seiner Analyse verschiedene Gründe für die Zoom-Müdigkeit sowie mögliche Heilmittel untersucht. Ihm zufolge ist der konstante Augenkontakt mit einer Vielzahl von Menschen häufig ein Stressfaktor. Auf dem Bildschirm scheinen die anderen auch deutlich näher zu sein, was diesen Effekt noch verstärkt. Als Lösung dafür sollten User Zoom nicht im Vollbildmodus lassen, außerdem sollten sie durch ein Keyboard weiter weg vom Bildschirm sitzen.

Kamera gelegentlich abschalten und Bewegung reinbringen

Für Menschen ist es unnatürlich, sich ständig selbst zu sehen. Auf Zoom sollten sie deswegen bei längeren Calls das Selbstbild-Fenster verbergen. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Bewegungsfreiheit. Um dem abzuhelfen, sollten Anwender die Kamera gelegentlich abschalten und sich in einer kurzen Pause bewegen. Das kann auch die oft anstrengende Reizüberflutung reduzieren, raten Experten. (pte)


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