"The Crown" und ein Waffeleisen von der Queen: Prinz Harry bei James Corden

Mit dem Latenight-Moderator plauderte Prinz Harry über Abende zu Hause, verteidigte den Umzug in die USA und erklärte, warum ihm "The Crown" lieber ist als Medienberichte über sich selbst oder seine Familie.

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Mit dem Doppeldeckerbus fuhren James Corden und Prinz Harry durch Los Angeles.
© YouTube/The Late Late Show

Los Angeles – Königin Elizabeth II. (94) hat ihrem Urenkel Archie (1) zu Weihnachten ein Waffeleisen geschenkt. Sie habe gefragt, was sich der Kleine zu Weihnachten wünsche, erzählte Vater Prinz Harry (36) dem Late-Night-Moderator James Corden. Daraufhin habe seine Ehefrau Meghan gesagt: "Ein Waffeleisen." Und die Queen habe ein Waffeleisen geschickt. "Er liebt es", sagte Harry bei einer Stadtrundfahrt in einem offenen Doppeldeckerbus durch Los Angeles.

Sein Sohn frage jeden Tag nach dem Aufstehen: "Waffeln?" Und auch er esse zum Frühstück immer Waffeln: "Etwas Joghurt, etwas Marmelade, ich weiß nicht, ob das so richtig ist, etwas Beeren, vielleicht Honig oder Sirup drauf." Archie, der im Mai zwei wird, könne schon einige Wörter sprechen und singe viel vor sich hin. Sein erstes Wort sei "Krokodil" gewesen.

📽️ Video | Ein Nachmittag mit Prinz Harry und James Corden (Englisch)

Mit der Queen und ihrem Ehemann Prinz Philip (99) hätten sie schon mehrmals per Video telefoniert, berichtete der Enkel. "Wir haben ein paar Mal gezoomt, sie haben Archie herumlaufen sehen." Sein Großvater beende das Gespräch nicht, indem er den Aus-Knopf drückt, sondern klappe den Laptop zu, sagte Harry lachend.

Pause im Haus vom "Prinz von Bel-Air"

Corden (42) servierte dem Prinzen beim Interview stilecht Tee und Kekse. Als der Bus scharf bremsen musste und der Teewagen umkippte, spritzte Harry vor Lachen das Getränk aus dem Mund. Beim Einsteigen hat er sich zuvor über das öffentliche Bild der Royals lustig gemacht. "Zahl den Fahrpreis und komm rein", rief ihm Corden zu. "Wir Royals haben nie Bargeld dabei", antwortete Harry scherzend.

Der britische Moderator zeigte dem Prinzen auch das Haus aus der TV-Serie "Der Prinz von Bel-Air" mit Will Smith. Corden drängte Harry, das Haus zu kaufen und videotelefonierte mit Meghan (39). Doch die Herzogin lehnte lachend ab: "Wir sind zuletzt genug umgezogen." Ihren Mann nannte sie "Haz".

Prinz Harry fühlt sich wohler mit "The Crown" als Medienberichten

Prinz Harry hat die Netflix-Serie "The Crown" verteidigt. Es sei offensichtlich, dass die Folgen Fiktion seien, sagte er. Die Serie basiere jedoch lose auf der Wahrheit. Scharfe Kritik übte der Prinz an den Medien. Es sei ein "wirklich schwieriges Umfeld", das seine geistige Gesundheit zerstöre. "Das ist toxisch", sagte er. Er habe seine Familie aus der Schusslinie bringen müssen.

"Ich fühle mich mit 'The Crown' wohler als mit den Geschichten, die über meine Familie, meine Frau oder mich selbst geschrieben wurden. Natürlich ist es nicht sehr exakt, aber es gibt eine grobe Vorstellung davon, wie dieser Lebensstil ist, welcher Druck es ist, die Pflicht über die Familie zu stellen, und über alles andere, was daraus entstehen kann", sagte Harry.

In Großbritannien war scharf kritisiert worden, dass die Macher der Serie, bei der unter anderem die Eheprobleme von Harrys Eltern Prinz Charles und Prinzessin Diana eine große Rolle spielen, nicht darauf hinweisen, dass es sich um Fiktion handelt. Das Gespräch mit dem britischen TV-Moderator Corden wurde aufgezeichnet, bevor der endgültige Bruch von Harry und seiner Ehefrau Meghan (39) mit dem britischen Königshaus verkündet wurde.

Umzug "vielmehr ein Beiseitetreten, denn ein Zurücktreten

Harry verteidigte den Umzug des Paares in Meghans Heimat USA. Sie seien nicht davongelaufen, sagte er. "Es war vielmehr ein Beiseitetreten, denn ein Zurücktreten." Sein Leben werde sich immer um den Dienst an der Allgemeinheit drehen, und auch Meghan habe sich dafür entschieden. Harry erzählte auch von seinem Kennenlernen mit Meghan. "Dating mit mir und vermutlich mit jedem Mitglieder der Königsfamilie ist quasi umgedreht", sagte er. Man treffe sich zu Hause und gehe erst ins Restaurant oder ins Kino, wenn man bereits ein Paar sei. Dadurch hätten sie viel Zeit ohne Ablenkungen miteinander verbringen können. "Es war großartig. Es ging von Null auf 100 in zwei Monaten."

Die Abende verbrächten sie normalerweise damit, ihrem Sohn Archie, der im Mai zwei Jahre alt wird, einen Tee zu machen, ihn zu baden und ihm vorzulesen. Danach schaue das Paar Fernsehen, etwa die Quiz-Show "Jeopardy" oder Netflix.

Die Show wurde aufgezeichnet, bevor der endgültige Bruch des Paares, das seit einem Jahr in Amerika lebt, mit dem Königshaus bekanntgegeben wurde. In der Nacht auf 8. März (MEZ) wird ein großes Interview von Meghan und Harry mit Star-Moderatorin Oprah Winfrey erwartet. (APA/dpa, TT.com)


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