Polizei in Myanmar geht gewaltsam gegen Proteste vor

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Ein Demonstrant wird verhaftet.
© SAI AUNG MAIN

Naypyidaw – In Myanmar sind bei den heftigsten Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten seit drei Wochen Medienberichten zufolge eine Frau getötet und Dutzende Menschen festgenommen worden. Bei den Protesten gegen den Militärputsch vom 1. Februar starb am Samstag in der Stadt Monwya eine Frau durch eine Schussverletzung, wie örtliche Medien berichteten.

Augenzeugen zufolge ging die Polizei in mehreren Städten entschieden gegen die Demonstrationen vor, unter anderem mit Wasserwerfern, und nahm in der Stadt Yangon mehrere Demonstranten fest.

Seit dem Putsch sind in Myanmar Hunderttausende auf die Straßen gegangen, um eine Wiedereinsetzung der gewählten Regierung zu erreichen. Dabei kam es wiederholt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Weltweit haben viele Länder das Vorgehen der Militärs scharf kritisiert, unter anderem die Staatengemeinschaft der sieben wichtigsten Industrieländer (G-7). Die gewählte De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi wurde vom Militär zunächst unter Hausarrest gestellt und einem Medienbericht zufolge anschließend an einen unbekannten Ort gebracht. (APA/Reuters)

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