Tbc-Fälle im Lechtal im Jahr 2020 rückläufig: Seuchengebiet neu festgelegt

Bei 283 untersuchten Stück Rotwild wurde in nur vier Fällen der Erreger nachgewiesen, 2019 waren es noch 17. Damit stabilisiert sich die Tbc-Lage im Lechtal.

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Innsbruck – Die Tuberkulose (Tbc) unter Rotwild und Rindern scheint im Tiroler Lechtal immer unproblematischer zu werden. Im Vorjahr waren die Fälle rückläufig, teilte das Land am Donnerstag mit. Bei 283 untersuchten Stück Rotwild wurde in nur vier Fällen der Erreger nachgewiesen, 2019 waren es noch 17. Damit lag die Durchseuchungsrate bei 1,4 Prozent – 2019 lag sie durchschnittlich bei fünf Prozent. Das Rotwild-Tbc-Seuchengebiet wurde daher vom Gesundheitsministerium verkleinert.

Auch bei den Rindern gab es gute Nachrichten: Im Herbst wurde bei einer jährlichen Untersuchung zum vierten Mal in Folge kein Rinder-Tbc-Fall entdeckt. „Wir sind in der Seuchenbekämpfung beim Rotwild auf einem guten Weg und sind erleichtert über die Entspannung", sagten LHStv. Josef Geisler (ÖVP) und Landesjägermeister Anton Larcher zur positiven Entwicklung nach zehn Jahren. Die aktuellen Zahlen seien aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Die Abschussvorgaben müssten weiter eingehalten werden.

Tbc-Seuchengebiet wurde verkleinert

„Tbc ist nicht verschwunden, aber die intensiven Bemühungen der vergangenen Jahre zeigen Wirkung. Aus diesem Grund hat der Bund das ausgewiesenen Rotwild-Tbc-Seuchengebiet etwas verkleinert“, sieht Geisler Fortschritte. Nach der Neufestlegung des Seuchengebiets durch den Bund muss nun in weiterer Folge die nachgelagerte Landesverordnung geändert werden. Der Hegebezirk Lechtal Mitte mit den Jagdrevieren in den Gemeinden Bach und Elbigenalp sowie die im Lechtal gelegenen Zammer Reviere sind laut Gesundheitsministerium nicht mehr Teil des ausgewiesenen Seuchengebiets. Das bedeutet, dass die Abschussvorschreibungen der Bezirkshauptmannschaften dort mit dem neuen Jagdjahr 2021/2022 nicht mehr nach dem Tierseuchenrecht, sondern nach dem Jagdrecht erfolgen.

Nun unterliegt der Hegebezirk Lechtal I mit den Revieren in Holzgau, Steeg und Kaisers noch dem Tierseuchenrecht. Es muss beobachtet werden, ob mit der Entnahme des stark infizierten Rotwildrudels im Februar 2020 eine nachhaltige Entwicklung bewirkt werden konnte. Denn in Kaisers, Steeg und Holzgau wurden in den vergangenen fünf Jahren 47 Stück Rotwild positiv auf Tbc getestet, in Bach und Elbigenalp waren es innerhalb diese Zeitraums nur noch acht, hieß es. (TT.com, APA)


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