Ebola-Ausbrüche noch nicht unter Kontrolle, Impfstoff knapp

In Guinea lag die Zahl der Fälle am Freitag bei 18, im Kongo bei elf. Hunderte von Kontakten würden überwacht und Impfungen so weit wie möglich durchgeführt.

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Eine Frau wird gegen Ebola geimpft. (Symbolfoto)
© Reuters

Genf – Die Ebola-Ausbrüche in den afrikanischen Staaten Guinea und Kongo sind noch nicht unter Kontrolle. Es gebe zu wenig Impfstoff, sagte Gueye Abdou Salam, der regionale Nothilfedirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, am Freitag in einem Online-Briefing in Genf. Bei früheren Ausbrüchen seien damit Kontaktpersonen von Infizierten erfolgreich behandelt worden. Der Impfstoff müsse bei minus 80 Grad gelagert werden, die Logistik sei deshalb kompliziert.

In Guinea lag die Zahl der Fälle am Freitag bei 18, im Kongo bei elf. Hunderte von Kontakten würden überwacht und Impfungen so weit wie möglich durchgeführt, sagte Michel Yao, WHO-Direktor für strategische Einsätze. Noch könne man nicht sagen, ob und wann die Ausbrüche zügig unter Kontrolle gebracht werden. Gesundheitsdienste und Bevölkerung im Kongo seien wegen früherer Ausbrüche gut vorbereitet und informiert. Dort würden jeden Tag rund 150 mögliche Fälle gemeldet, die umgehend untersucht würden. In Guinea seien es nur zehn pro Tag - das müsse deutlich ausgeweitet werden.

Engerer Kontakt der Menschen mit Wildtieren

Häufigere Ausbrüche dieser und anderer verheerender Infektionen seien auf den engeren Kontakt der Menschen mit Wildtieren zurückzuführen, sagte Ibrahima Soce Fall, stellvertretender WHO-Generaldirektor für Noteinsätze. Das liege daran, dass Menschen in den Lebensraum der Tiere vordringen, etwa durch Waldrodungen und den Ausbau des Bergbaus. In den Regionen müsse vorbeugend mehr geimpft werden.

In Westafrika gab es bei einem Ebola-Ausbruch zwischen 2014 bis 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28.000 Fälle und gut 11.000 Tote. Im Osten Kongos wurde ein fast zwei Jahre dauernder Ebola-Ausbruch mit 2299 Toten im vergangenen Juni für beendet erklärt. Eine Ebola-Infektion führt meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen und ist lebensgefährlich. (dpa)

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