Auf Sonne folgt Kälte und Schnee: Der Frühling zeigt Tirol bald die kalte Schulter

Das Wechselspiel zwischen Sonne und Wolken geht weiter, bis ab Sonntag letztere Überhand nehmen. Ein spätwinterliches Tief sorgt für Kälte und nochmal Schnee bis mindestens Ende nächster Woche.

Die Sonne lässt sich in den nächsten Tagen nicht mehr allzu oft blicken, wie hier am Achensee, festgehalten von TT-Leser Alex Solderer.
© Alex Solderer

Innsbruck – Mit milden Temperaturen und viel Sonnenschein hat uns der Frühling zu seinem meteorologischen Beginn Anfang März gegrüßt, bevor uns dann eine Kaltfront nach der anderen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. Genau so wechselhaft geht es weiter, bis man sich dann ab Sonntag richtig warm anziehen muss. „Wir müssen eine längere spätwinterliche Phase übertauchen", erklärt Werner Troger von den Meteo Experts.

Verantwortlich dafür sind Tiefdruckgebiete, die vom Atlantik in Richtung Mitteleuropa ziehen. Schon in den vergangenen Tagen haben diese tirolweit für Störungsfronten mit dichten Wolken gesorgt, so Troger. „Am Donnerstag ist noch eine Warmfront durchgezogen, in der Nacht auf Freitag aber schon wieder eine Kaltfront", beschreibt der Experte das derzeit ständige Wechselspiel. Über den Tag lockerte es am Freitag dann immer wieder auf.

Frühlingshafter Samstag, ab Sonntag Kälte und Schnee

Am Samstag ist es dann – zum Abschied – noch einmal sonnig und frühlingshaft warm. Lockert es im Oberland schon am Morgen auf, wird es auch im Unterland spätestens ab dem frühen Nachmittag sonnig. Der Föhn zieht dabei durch Nordtirol und beschert uns Temperaturen von bis zu 13 Grad.

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Am Sonntag ist es dann vorbei mit dem Frühlingsintermezzo: Gebietsweise hält eine Kaltfront in Tirol schon in der Nacht Einzug und leitet eine nachhaltige Wetterumstellung ein. Spätestens ab dem Vormittag wird es im ganzen Bundesland stark abkühlen.

„Der Spätwinter startet dann nicht nur mit niedrigen Temperaturen, sondern auch mit ordentlich Schneefall durch", prognostiziert Troger. Die Schneefallgrenze sinkt auf 900 bis 600 Meter ab und die Temperaturen kommen laut der Unwetterzentrale nicht mehr über 2 bis 10 Grad hinaus.

Schnee sogar in tiefen Lagen, neue Woche noch kälter

Vor allem in den Nordstaulagen sei mit großen Neuschneemengen zu rechnen, am Arlberg mit locker einem Meter, sagt Troger. In Innsbruck wird auch immer wieder Regen dazwischenfunken, eine zumindest angezuckerte Stadt ist laut dem Meteorologen aber gut möglich.

Eine Besserung ist auch in der neuen Woche nicht in Sicht. Mit den Temperaturen geht es laut Ubimet sogar noch eine Spur bergab und mindestens bis zum astronomischen Frühlingsbeginn am 20. März gibt es nach den derzeitigen Prognosen auch keine nennenswerte Änderung. „Vor allem von Vorarlberg bis zum Salzkammergut ist auf den Bergen kommende Woche in Summe rund ein Meter Neuschnee zu erwarten“, so Manfred Spatzierer von der Unwetterzentrale. Auch in den Tälern der Nordalpen dürfte das unterkühlte Wetter bleiben, der Tiefpunkt mit Ende nächster Woche aber überstanden sein. (anl)


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