Schneegestöber in Tirol: Mehr als ein Meter Neuschnee auf den Bergen

Schnee rieselt seit Sonntag auf Tirol. Mehr als 60 Zentimeter Neuschnee kamen teils in den Tälern zusammen, auf den Bergen wurde die Ein-Meter-Marke überschritten. Das spätwinterliche Intermezzo geht nun langsam zu Ende.

Tiefverschneit zeigt sich St. Christoph am Arlberg.
© TVB St. Anton/ Ebster

Innsbruck – Frau Holle schüttelt ihre Betten aus – und schenkt Tirol derzeit noch eine Extra-Portion Schnee. "Auf den Bergen ist seit Sonntag einiges an Neuschnee dazugekommen. Auf der Innsbrucker Seegrube waren es bis Mittwochfrüh 1,3 Meter, im Arlberggebiet ist rund ein Meter zusammengekommen", sagt Ubimet-Meteorologe Nikolas Zimmermann.

Auch in Tirols Tälern hat sich der Winter noch einmal breit gemacht: Bis Mittwochfrüh sind 64 Zentimeter Neuschnee in Leutasch – das damit auf eine Schneehöhe von gut einem Meter kommt – und in Hochfilzen gefallen, rund 60 Zentimeter in St. Anton (Gesamtschneehöhe damit aktuell 90 Zentimeter). In Reutte waren es immerhin noch 32 Zentimeter, in Kufstein 10 Zentimeter Neuschnee.

Schneegestöber am Mittwochvormittag in Innsbruck.
© Böhm Thomas

Das spätwinterliche Intermezzo geht langsam zu Ende, die Schneeschauer werden weniger. Im Laufe des Mittwochs steigt die Schneefallgrenze auf etwa 500 bis 600 Meter an. "Der Schnee wird nasser. Es kann auch in Schneeregen übergehen", sagt Zimmermann. Ab Donnerstag gibt es dann Aprilwetter: "Tagsüber gibt es trockene Phasen. Dazwischen zeichnen sich gewittrige Schauer mit Graupel und Schnee ab", prognostiziert der Meteorologe. Vor allem im Grenzgebiet zu Bayern – in Kufstein und im Kaiserwinkel – sind auch Blitz und Donner möglich.

Winterwunderland in St. Christoph.
© TVB St. Anton/ Ebster

Ganz ähnlich sieht es dann auch am Freitag aus: Bis Mittag ist es eher trocken, danach ziehen erneut gewittrige Graupelschauer auf. So ergiebig ist der Niederschlag aber nicht mehr. Wer genug vom Schnee hat, darf sich auf das Wochenende freuen – auch wenn es noch frostig ist: Ab Samstag wird es trocken, die Wolken werden weniger – und es scheint mehr und mehr die Sonne. (TT.com/smo)

Wegsperren auf der Nordkette

Auf der Innsbrucker Nordkette wurde Lawinenwarnstufe 4 ausgerufen. Das Skigebiet über Innsbruck bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Bereits am Dienstag wurden der Kollnerweg (Höttinger Bild bis Gramartboden) und die Zufahrt zur Arzler Alm gesperrt.

Am Mittwoch sperrte die Stadt außerdem den Rosnerweg im Bereich Mühlauer Graben und den Höttinger Graben (Bildhöll). Wie lange die Sperren aufrecht bleiben, ist noch nicht bekannt.

"Wir appellieren an die Innsbrucker Bevölkerung, die Wegsperren weiterhin unbedingt einzuhalten. Vorsicht ist auch bei Wanderungen in höhergelegenen Wäldern geboten. Die Expertinnen und Experten der Lawinenkommission aktualisieren die Situation laufend und geben Entwarnung, sobald sich die Lage wieder entspannt", erklärte Vizebürgermeister Johannes Anzengruber.


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