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Sternekoch Roland Trettl: „Die Gastronomie wird mit Füßen getreten“

Er wollte DJ werden. Doch Schicksal und Fleiß machten Roland Trettl zum Sternekoch – was seine Frau nicht davon abhält, sein Zwiebelschneiden zu kritisieren.

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Der 1971 in Bozen geborene Starkoch Roland Trettl feilte u.a. in München, Tokio und auf Mallorca an seinem Können. Zehn Jahre lang war der Vater eines Sohnes Chefkoch im Restaurant Ikarus im Hangar-7 in Salzburg, der Stadt, in der Trettl heute mit seiner Familie lebt. 2013 absolvierte Trettl seinen ersten TV-Auftritt als Gastjuror der Sat.1-Kochshow "The Taste“. Derzeit ist er Gastgeber in den VOX-Dating-Dokus "First Dates – Ein Tisch für zwei“ und "First Dates Hotel“.
© Helge Kirchberger Photography

Sie sind ein von Falstaff, Gault & Millau und Michelin ausgezeichneter Koch und Gastgeber in kulinarischen Fernseh-Dokus. Kaum zu glauben, dass Sie den Beruf des Kochs früher „uncool“, ja gar „abstoßend“ fanden und lieber Bademeister geworden wären.

Roland Trettl: Da müssen wir fast 35 Jahre zurückgehen, als ich 15 war. Mal ehrlich: Bademeister wirken cool, wenn sie in ihren roten Shorts am Becken entlangstolzieren. Sexy. Während der Koch verdreckt und stinkend in der Küche steht und Kartoffeln schält. Es war mir peinlich, zu sagen, dass ich koche. Heute hat sich das Image dieses Berufs völlig gewandelt und man spricht stolz davon. DJ wäre ich auch gern geworden, war aber zu jung, um in eine Disco zu gehen. Weil mich meine Eltern oft erinnerten, dass ich arbeiten sollte, wurde ich Koch. War für mich am naheliegendsten. Eine Notlösung, um nicht weiter in die Schule zu müssen.

Verfolgen Ihre Eltern heute Ihre VOX-Shows „First Dates“?

Trettl: Mein Vater sieht sich das alles gerne an und geht mit meinen neuen Büchern zu seinen Freunden. Meine Mutter ist auch stolz, aber zurückhaltender.


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