Hoffnungsschimmer: Vorarlberger Sport startet mit 100 Fans in nächste Phase

132 Tage nach der Wiederkehr der "Geisterspiele" sind nun sowohl in der Halle als auch im Freien im "Ländle" aufgrund besserer Corona-Fallzahlen je 100 Fans zugelassen.

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In Altach sind für das nächste Bundesligaspiel 100 Fans zugelassen.
© GEPA pictures/ Oliver Lerch

Altach/Lustenau - Erstmals seit Verfügung des zweiten harten Lockdowns seitens der österreichischen Bundesregierung am 3. November 2020 sind (nur) in Vorarlberg seit Montag auch bei Sportveranstaltungen wieder Fans zugelassen. 132 Tage nach der Wiederkehr der "Geisterspiele" sind nun sowohl in der Halle als auch im Freien im "Ländle" aufgrund besserer Corona-Fallzahlen je 100 Fans zugelassen. Für viele Beobachter ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber wohl auch ein Hoffnungsschimmer.

Da die Ausgangssperre aber auch im kleinsten Bundesland um 20.00 Uhr beginnt, kommen gar nicht alle Spiele in Frage. Für Fußball-Bundesligist SCR Altach geht es sich am Sonntag (17 Uhr) gegen die SV Ried aber aus. "Wir werden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und unsere Funktionäre und ehrenamtlichen Helfer für diese Spiele einladen und dann weiterschauen wie sich die Dinge entwickeln", meinte Altach-Geschäftsführer Christoph Längle.

"Die Freude über 100 Leute hält sich in Grenzen"

Dass kein Unterschied zwischen Halle und Outdoor bzw. Fassungsvermögen gemacht wird, sorgt nicht gerade für Begeisterungsstürme. "Ob das gescheit ist oder nicht, da kann sich jeder seinen Reim dazu machen. Die Freude über 100 Leute hält sich in Grenzen, weil was ändert sich, oder?" Dennoch müsse man vom Angebot natürlich Gebrauch machen. "Aber es sind halt wieder viele enttäuscht, wenn sie nicht in den 100 sind", meinte Längle. Die Daumendrücker dürfen natürlich nur mit negativem Coronatest auf zugewiesene Sitzplätze und müssen FFP2-Masken tragen.

Bei Zweitligist Austria Lustenau steht am Sonntag (10.30) das West-Derby mit Wacker Innsbruck an. "Das nützen wir aus mit Sponsoren und Helfern, die 100 lassen wir rein", erklärte der dortige Geschäftsführer Vincent Baur. Mit den Stehplätzen hätte man für 8.000 Fans Platz. "Prozentuell würde es fast mehr Sinn machen als diese Pauschal-Grenze für alle Vereine. Man stelle sich das im Happel-Stadion vor. Aber die 100 sind froh, dass sie wieder ins Stadion kommen." Speisen und Getränke dürfen laut Verordnung übrigens nicht abgegeben werden. Der FC Dornbirn kann etwa erst am 24. April, ein Samstagnachmittag, ein Heimspiel innerhalb der vorgegeben Zeiten abhalten. Bis dahin könnten sich die Bestimmungen freilich schon wieder verändert haben.

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Vorarlberg ist auch eine Handball-Hochburg. Auf dem Programm stehen Heimspiele im ÖHB-Cup-Viertelfinale des HC Hard am Samstag (15.00) gegen Grunddurchgangssieger Schwaz sowie von Bregenz am Sonntag (16.00) gegen Ferlach. Im Eishockey ist das Freitag-Spiel der Dornbirn Bulldogs, die in der Viertelfinal-Serie gegen Salzburg mit 2:1 führen, mit 19.15 Uhr angesetzt und muss daher vorerst ohne Fans auskommen. (APA)


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