Anonyme Bombendrohung in St. Anton: Verdächtiger ausgeforscht

Großeinsatz der Polizei in St. Anton: Ein Unbekannter rief bei einer Familie an und behauptete, dass er eine Bombe in ihrem Haus gelegt habe. Die Polizei konnte mittlerweile einen Verdächtigen ausforschen, der die Tat jedoch abstreitet.

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Eine vermeintliche Bombendrohung in St. Anton führte Montagabend zu einem Großeinsatz der Polizei.
© ZOOM.TIROL

St. Anton am Arlberg – Er habe eine Bombe in ihrem Haus versteckt, die in Kürze hochgehen werde. Mit diesen Worten rief Montagabend gegen 21 Uhr ein Unbekannter bei einer St. Antoner Familie an. Gleich darauf beendete er das Gespräch.

Die Eltern weckten sofort ihre beiden Kinder – sechs und 14 Jahre alt –, brachten sich in Sicherheit und riefen die Polizei. Zwei Streifen riegelten den Bereich großräumig ab. Auch aus den umliegenden Häusern wurden circa 20 Personen evakuiert. Ein Sprengstoffexperte der Polizei und drei Sprengstoffspürhunde untersuchten das Gebäude und konnten bald Entwarnung geben. Sie fanden keine Hinweise auf eine Bombe oder sonstige Sprengmittel. Dreieinhalb Stunden nach dem Anruf konnten die betroffene Familie und die Nachbarn wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Bekannter der Familie unter Verdacht

Wie die Polizei am Abend in einer Aussendung mitteilte, konnte ein 18-jähriger Verdächtiger – ein Bekannter der Familie –ausgeforscht werden. Der Mann zeigte sich im Zuge einer ersten Einvernahme jedoch nicht geständig.

Ermittlungen hätten ergeben, dass der Anruf von einer durch technische Hilfmittel erstellten Rufnummer erfolgte. Bei dem 18-Jährigen wurden ein Handy und ein Computer sichergestellt. (TT.com)

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