„Kartoffeln to go“ in Innsbruck: Ein Kilo Tiroler Erdäpfel für einen Euro

Viele Tiroler Landwirte bleiben dieses Jahr auf ihren Kartoffeln sitzen. Um die Erdäpfel vor der Biogasanlage zu retten, verkaufen die Bauern ihre übrig gebliebenen Erträge an den nächsten beiden Wochenenden an sechs Plätzen in Innsbruck. Das Motto: Regionale Qualität zum Mitnehmen.

Übriggebliebene Kartoffeln sollen jetzt "to go" in Innsbruck an den Mann gebracht werden.
© JEAN-FRANCOIS MONIER

Innsbruck – Sechs Plätze, hunderte Kilo Kartoffeln und viele motivierte Bäuerinnen und Bauern: So wollen die Stadt Innsbruck und die Landwirtschaftskammer der heimischen Bauernschaft unter die Arme greifen. Wir erinnern uns: Durch die geschlossene Gastronomie und den ausbleibenden Tourismus drohen heimische Landwirte auf tausenden Tonnen Erdäpfel sitzen zu bleiben, die in einem normalen Jahr längst ausverkauft wären. Durch die gemeinsamen Aktion sollen so wenig Kartoffeln wie möglich in der Biogasanlage enden.

"Kartoffeln to go" in ganz Innsbruck

Diesen Freitag und Samstag (26. und 27. März) und am folgenden Karwochenende, am 2. und 3. April, verkaufen lokale Bauern an sechs zentralen Standorten in ganz Innsbruck ihre Erdäpfel.

🚩 Karte | "Kartoffeln to go": Standorte und Termine im Überblick 👇🏻

Die Erdäpfel werden offen angeboten. Einen Kilo gibt's um einen Euro – egal bei welchem Stand und bei welchem Bauern. Die Kartoffel-Einkäufer werden darum gebeten, eigene Einkaufstaschen mitzunehmen.

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Regionalität wertschätzen

"Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig und stabil regionale Wirtschaftskreisläufe sind – die heimischen bäuerlichen Betriebe in Tirol sollten uns immer am Herzen liegen", sagt Bürgermeister und Initiator der Aktion, Georg Willi (Grüne). Reinhard Egger, Referent für Ackerbau und Düngung bei der Landwirtschaftskammer schließt sich dem an: "Die Produkte der Tiroler Landwirtschaft sind nicht nur Nahrungsmittel, sondern Lebensmittel mit Mehrwert. Ich hoffe, dass die Innsbruckerinnen und Innsbrucker großen Hunger auf Kartoffeln haben." (TT.com)


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